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Gesundheit & Lebensfreude 103-Jährige liest noch ohne Brille
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18:34 16.02.2016
Ilse Nowak im Gespräch mit Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD). Quelle: C. Krause
Kleinmachnow

Kein großes Brimborium sollte es sein. Dabei hätte Ilse Nowak allen Grund, ihren 103. Geburtstag freudig zu feiern. Der zierlichen Dame in dem hohen Alter geht es gut in der Seniorenresidenz Augustinum, wo sie seit mehr als 18 Jahren wohnt. Sie liest die Tageszeitung und dicke Bücher immer noch ohne Brille und lebt frei von jeglicher Pflegestufe selbstbestimmt in ihrem Appartement mit den eigenen Möbeln. Die Jubilarin ist adrett gekleidet, die Haare sind frisch gelegt, ein Rollator und ein kleines Hörgerät sind ihre Begleiter – und ein heller Verstand.

Auf den legt die gebürtige Oberschlesierin, die die längste Zeit ihres Lebens in Berlin-Tempelhof verbracht hat, großen Wert. „Sie brauchen gute Augen und den Verstand, damit Sie nicht übers Ohr gehauen werden“, rät sie Bürgermeister Michael Grubert (SPD), der ihr Blumen und die Glückwünsche der Gemeinde überbringt. Viele Fragen der Presse möchte sie nicht beantworten, sagt die Frau energisch. Lieber schwatzt sie an diesem Dienstagvormittag mit dem Bürgermeister. Sie erzählt, dass sie einst im Tempelhofer Gesundheitsamt die Abteilung Tuberkulose/Schirmbildstelle geleitet hat. „Da musste man sich schon drehen“ und wenn es hoch her ging, ging’s über den Feierabend hinaus. Da wurde nicht gefackelt.

Vor 38 Jahren ging sie in den Ruhestand und vor fast 19 Jahren ist sie als eine der ersten Bewohner in die Kleinmachnower Residenz gezogen. Damals seien die Wege noch unbefestigt gewesen, sie sind über den Lehmboden gelaufen und haben Maiglöckchen gepflückt. Mit dem Augustinum habe man sich „viel Mühe“ gegeben, lobt die Seniorin, die eigentlich nicht ans Älterwerden denkt. „Ich lebe und mache, was mir der Tag abverlangt“, erzählt sie dem 56-jährigen Bürgermeister. Und wie läuft der ab? Aufstehen gegen 7.30 Uhr, „nicht viel eher, aber auch nicht viel später“. 8.30 Uhr Frühstück im Restaurant, danach vielleicht ein kleiner Einkauf im hauseigenen Lädchen. Ab 10 Uhr wieder oben. Dort, in ihrer Wohnung, wird ihr das Mittagessen serviert; ihr Abendbrot macht sie selbst. Über den Tag liest sie, abends schaut sie „gute“ Fernsehbeiträge. Am liebsten politische Talkshows wie „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg. („Und jeden Sonntag den Presseclub!“) Gegen 24 Uhr geht sie zu Bett. Zum Schluss muss die Frage nach dem Lebensrezept erlaubt sein: „Meine wunderbare Disziplin“, sagt Ilse Nowak nicht ohne Stolz.

Frauen 100+

Die Gemeinde Kleinmachnow hat aktuell 20 620 Einwohner. Zum Jahresende 2015 waren es 20 561, darunter 10 695 Frauen und 9866 Männer.

Die älteste Einwohnerin ist 104 Jahre alt.

Insgesamt gibt es sechs Kleinmachnowerinnen, die über 100 Jahre alt sind.

Noch in diesem Jahr steht der 100. Geburtstag von vier weiteren Frauen in der Gemeinde an.

In der noblen Kleinmachnower Seniorenresidenz Augustinum ist Ilse Nowak mit ihren 103 Jahren die älteste Bewohnerin. Sie gehörte vor gut 18 Jahren zu den ersten Senioren, die dort eingezogen sind.

Rund 300 Bewohner leben im Augustinum selbstbestimmt in ihrer Wohnung und werden im Pflegefall in ihren eigenen vier Wänden versorgt und betreut.

Übrigens: Potsdams älteste Bewohnerin ist 106 Jahre alt – und heißt ebenfalls Ilse Nowak.

Von Claudia Krause

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