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Landtagswahl 2014 Rezepte gegen Altersarmut gesucht
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12:03 04.09.2014
Rente Schneder vom Seniorenbeirat stellte einige Fragen. Quelle: Jacqueline Steiner
Brandenburg/Havel

Eine Ausnahme machte nur die AfD, doch die Ebenerdigkeit sei kein Kriterium bei der Raumwahl gewesen, gab deren Kandidat Klaus-Peter Fischer (70) zu.
Die Akademie 2. Lebenshälfte und der Seniorenbeirat der Stadt hatten mehrere Landtagskandidaten zum Gespräch über Seniorenpolitik eingeladen, das MAZ-Redaktionschef Benno Rougk moderierte. Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) sagte aus Termingründen ab. Die anwesenden Kandidaten lagen – von Fischer mal abgesehen – bei vielen Themen nicht weit auseinander. Zum Beispiel beim Thema Pflege, die in Brandenburg deutlich schlechter als zum Beispiel in Berlin bezahlt wird. Dass der Pflegeberuf im Hinblick auf eine älter werdende Bevölkerung attraktiver werden muss, war Konsens.
Jean Schaffer (45, CDU), von Beruf Krankenkassenmanager, begründete die relativ schlechte Bezahlung von Kranken- und Altenpflegern in Brandenburg damit, dass die Entgelte jeweils auf Landesebene ausgehandelt würden und der Druck auf die Arbeitgeber in Richtung höhere Gehälter in einer Metropole wie Berlin größer sei als im Flächenland Brandenburg. Im Übrigen sagte der CDU-Politiker den etwa 30 Gästen, dass für ihn auch das Thema Sicherheit zur Seniorenpolitik gehöre.

Wahlkampf vor Senioren

René Kretzschmar (35, Linke) warb für mehr Mitsprache und direkte Demokratie und richtete den Appell an die älteren Menschen, nicht still zu nörgeln, sondern Probleme  bei seiner Partei anzusprechen, auch wenn  nicht in jedem Fall Abhilfe versprochen werden kann. Kretzschmar sagte, seine Partei werde sich weiter für die  Mindestrente einsetzen, um Altersarmut zu verhindern. Die Listenkandidatin der Piratenpartei, Nadine Heckendorn (37), ging noch  weiter, forderte ein „bedingungsloses Grundeinkommen für jedermann und  beklagte den hohen bürokratischen Aufwand, den Menschen erlebten, die sich ehrenamtlich der Seniorenarbeit widmeten
Die Wurzeln von Altersarmut erkennt Yvonne Plaul (36, Bündnisgrüne) in der oft zu geringen Entlohnung echter Arbeit, in vielfach nur befristeten und Teilzeit-Beschäftigungen, was vor allem Frauen treffe. Daher sei es für viele Bürger schwierig, den Grundstock für eine anständige Rente zu schaffen. Altersarmut dürfe erst gar nicht entstehen. Ihr Argumente unterstützte Diskussionsgast Marion Brückmann. Sie bemängelte, dass Frauen aus Berufen des Einzelhandels, der Landwirtschaft und der Krankenpflege am Ende ihres Berufslebens unverschuldet mit ihrer Rente knapsen müssten – wie eine Bekannte mit 578 Euro Rente, die aus Scham lieber leere Flaschen aus dem Abfall sammelt, als beim Grundsicherungsamt staatliche Hilfe zu beantragen. 

AfD erntet Kritik

Klaus-Peter Fischer (AfD) erntete Widerspruch für seine These, niedrige Renten seien die Folge, wenn jemand nur geringe Abschnitte seines Lebens gearbeitet habe. Für ihn ist ebenfalls Bildung und eine Familienpolitik, die die deutsche Familie mit möglichst vielen deutschen Kindern ins Zentrum rückt, die beste Versicherung gegen Altersarmut.

Von Jürgen Lauterbach

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