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Landtagswahl 2014 SPD im Süden klar vorne
Thema Specials L Landtagswahl 2014 SPD im Süden klar vorne
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14:55 15.09.2014
Anspannung im Kreishaus: Aufmerksam verfolgten die Anwesenden die ersten Ergebnisse zur Landtagswahl.
Anspannung im Kreishaus: Aufmerksam verfolgten die Anwesenden die ersten Ergebnisse zur Landtagswahl. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Mit deutlichem Abstand hat der 30-jährige SPD-Kandidat Erik Stohn den Wahlkreis 24 (Luckenwalde, Jüterbog, Dahme, Niederer Fläming, Niedergörsdorf) für die Sozialdemokraten zurückgeholt. Bei den Landtagswahlen vor fünf und vor zehn Jahren hatte es die Linkskandidatin Kornelia Wehlan immer geschafft, dort als Direktkandidatin in den Landtag einzuziehen. Das Mandat musste sie aufgeben, als sie im vergangenen Jahr zur Landrätin gewählt wurde. 

Maritta Böttcher statt Kornelia Wehlan

Für sie sprang die ehemalige Bundestagsabgeordnete Maritta Böttcher ein, die im Wahlkreis ebenfalls sehr bekannt ist. Aber sie landete nur auf Platz zwei und wird nicht in den Landtag einziehen, weil sie keinen Platz auf der Landesliste der Linken hatte. 

An dritter Stelle bei den Erststimmen steht Sven Petke (CDU). Da er auf einem relativ sicheren Landeslistenplatz 15 seiner Partei steht, dürfte er den erneuten Einzug in den Landtag schaffen. 

Erik Stohn zieht in den Landtag

Das war bei Erik Stohn mit Landeslistenplatz 33 der SPD nicht so sicher. Umso glücklicher zeigte sich am Sonntag der Jungpolitiker, der zugleich Landesvorsitzender der Jungsozialisten (Jusos) ist, über seine Direktwahl. „Wir haben einen bürgernahen Wahlkampf gemacht, an den Türen geklingelt und mit den Menschen geredet“, sagte Stohn. Die geringe Wahlbeteiligung hält er für „erschreckend“. Das sei ein deutlicher Hinweis für die Politiker, künftig eine noch bürgernähere Politik zu betreiben. Auf seine Postkartenaktion etwa habe er sehr großen Rücklauf gehabt. Dabei hätten ihm die Menschen des Wahlkreises viele Probleme genannt. „Das sind Aufträge, denen ich mich nun widmen muss“, sagt Stohn. 

Liveticker

Das war der Wahltag in Brandenburg: Liveticker zum Nachlesen

Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) hofft, dass es wieder zu einer rot-roten Landesregierung kommen wird. Betrübt sei sie über die Verluste ihrer Partei auf Landesebene. Es gehe nun darum, die Wählerwanderungen zu analysieren. „Als Partei mit Regierungsverantwortung konnten wir keine Protestwähler abfangen“, sagte die Landrätin am Sonntag. Dieses Potenzial sammele sich nun woanders. „Das gute Abschneiden der AfD hat uns wahrscheinlich am stärksten getroffen“, sagte Hans-Jürgen Akuloff, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag. 

Von Hartmut F. Reck

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