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Landtagswahl 2014 Axel Graf Bülow setzt auf das Thema Sicherheit
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10:20 26.08.2014
Vor dem Nauener Tor: Direktkandidat Axel Graf Bülow. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Axel Graf Bülow gehört drei Minoritäten an. Erstens, dank des Namens: Der 61-Jährige entstammt einem bekannten Adelsgeschlecht – einer seiner Ahnen war Preußen-General Friedrich Wilhelm Graf Bülow von Dennewitz. Zweitens, dank der Partei: Der Potsdamer kandidiert für die nicht eben als Volkspartei verschriene FDP. Drittens, dank einer Erfahrung: Bülow ist Fan der hiesigen Bauverwaltung und damit so selten wie ein Feldhamster. „Als wir bauten, gab es keinerlei Theater. Ich bin von dieser Behörde immer noch begeistert“, sagt Bülow. 2006 zog der bislang nach Berlin pendelnde Rand-Bonner mit seiner Frau ins Bornstedter Feld: „Wir haben uns hier sofort zu Hause gefühlt“, schwärmt Bülow bei einem Heißgetränk im Café Heider am Nauener Tor. Dort treffen sich die Liberalen gern, um Wahlkampfstrategien zu bekakeln. Bitter nötig, wenn die FDP-Umfragewerte bei drei Prozent taumeln.

Duell mit Ministerin Tack und Klara Geywitz

„Man soll nie aufgeben“, kommentiert der Politiker derartige Zahlen. „Wir hatten ein Wahrnehmungsdefizit.“ Abhilfe habe da die schrille „Keine-Sau-braucht-die-FDP“-Plakatkampagne geschaffen. Schafften die Liberalen den Sprung ins Landesparlament, wäre der Jurist mit Listenplatz 4 drin. Also wurde innerfamiliär beschlossen: „Ich hänge mich in den Wahlkampf richtig rein. Auch, wenn die Direktkandidatur eher symbolischen Charakter hat.“ Das Rennen in Bülows Wahlkreis dürften zwei hochrangige Damen unter sich ausmachen: Anita Tack (Linke, Umweltministerin) und Klara Geywitz (SPD, Generalsekretärin). Seine Kandidaten-Kollegen findet er durchweg sympathisch: „Ich rede mit allen Farben, Grabenkämpfe sind mir zuwider.“

Ein alter Parteihase ist der fröhlich auftretende Bülow ohnehin nicht, trat erst 1998 in die FDP ein. Als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen und damit zuständig für mehr als 2300 freie Kraftstoff-Anbieter fühlte er sich mit Parteibuch auf dem Parkett der Lobbyisten und Politiker „akzeptierter“, außerdem: „Ich bin ein Anhänger der unabhängigen Parteienlandschaft.“ Das Zersplittern in Bürgerinitiativen für oder gegen bestimmte Anliegen hält der Graf für wenig gewinnbringend. Wenn es zu kleinteilig werde, bestehe die Gefahr einer „Diktatur der Minderheiten“.
Erfahrung in Wahlkämpfen sammelte Bülow in seiner alten Heimat. In der Gemeinde Alfter („Vergessen Sie das ,L’ bitte nicht.“) führte er den Ortsverband, kandidierte vor zehn Jahren fürs Bürgermeisteramt. Bülow, der aus einem konservativen Haushalt stammt – die Familie flüchtete mit einigen Habseligkeiten nach dem Krieg aus Ostpreußen – mochte liberale Ideen schon als Jugendlicher. „Die Freiheit des Einzelnen durch die Freiheit der anderen zu begrenzen“ sei ein guter Gedanke. Inzwischen habe das Egozentrische in der Gesellschaft überhand genommen, sei gegenseitige Rücksichtnahme auf dem Rückzug, bedauert Bülow.

Ebenfalls Bauchschmerzen bereitet dem Politiker die Wende hin zu erneuerbaren Energien: „Das könnte uns finanziell über den Kopf wachsen.“ Von der Braunkohle werde man sich wohl nicht so schnell verabschieden können. Auf die Themen Energie, Wirtschaft, Sicherheit will sich Bülow konzentrieren – vor dem Urnengang und, wenn sich die Wähler entsprechend entscheiden, auch im Landtag. Was ihn in Potsdam stört, sind Baustellen und Staus. Und damit gehört der Kandidat dann doch zu einer Mehrheit.

Von Ricarda Nowak

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