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Landtagswahl 2014 Protest gegen Rede zur Landtags-Eröffnung
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13:20 07.10.2014
Alexander Gauland. Quelle: Ralf Hirschberger
Potsdam

Dreieinhalb Wochen nach der Landtagswahl startet das brandenburgische Parlament am Mittwoch in die neue Legislaturperiode. Die konstituierende Sitzung wird zu Beginn traditionell von dem nach Jahren ältesten Parlamentsmitglied geleitet, in diesem Fall dem 73-jährigen AfD-Fraktionschef Alexander Gauland. Die Linke rief deswegen zu einer Gegenkundgebung unter dem Motto "AfD shut up" vor dem Landtag auf: Die eurokritische Alternative für Deutschland stehe einer toleranten Gesellschaft entgegen, argumentierten sie. Dem „gesellschaftspolitisch rückwärtsgewandten Populismus“ der AfD müsse öffentlich widersprochen werde.

Der frühere CDU-Politiker, ehemalige MAZ-Herausgeber und Publizist Alexander Gauland übernimmt bis zur Wahl der neuen Präsidentin die Leitung des Parlaments. Zur Wahl steht die SPD-Politikerin Britta Stark, die das Präsidentenamt von Gunter Fritsch (SPD) übernehmen soll. Starks Parteikollege hatte nach zehn Jahren im protokollarisch höchsten Amt des Landes nicht mehr für den Landtag kandidiert.

Erstmals konstituiert sich der Landtag mit 88 Abgeordneten im neuen Parlamentsgebäude im Potsdamer Stadtschloss. Der Neubau mit historischer Fassade im Herzen der Landeshauptstadt war im Januar feierlich übergeben worden.  Vertreten sind die Fraktionen der Bündnisgrünen, Linken, SPD, CDU und Alternative für Deutschland (AfD). Hinzu kommen die drei Abgeordneten der Freien Wähler sowie der fraktionslose AfD-Politiker Stefan Hein.

Vor der ersten Sitzung des neuen Landtags wird in der Potsdamer Nikolaikirche gegenüber dem Parlamentsgebäude ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Der Gottesdienst für die Abgeordneten wird von der Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Friederike von Kirchbach, und dem katholischen Diözesanadministrator und Prälaten Tobias Przytarski vom Erzbistum Berlin geleitet.

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