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Studium & Wissenschaft Ernährungsforscher: Pfunde werden vererbt
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10:06 08.02.2016
Mäuse werden oft als Versuchstiere gebraucht.   Quelle: dpa
Potsdam

 Fettes Essen der Mutter während Schwangerschaft und Stillzeit erhöht bei deren Nachkommen im Erwachsenenalter die Risiken für Übergewicht und letztlich Diabetes. Das haben Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (Dife) jetzt bei Versuchen mit Mäusen festgestellt. Aber: Ähnliche Mechanismen seien beim Menschen nicht auszuschließen, sagt Andreas Pfeiffer, Leiter der Abteilung Klinische Ernährung am Dife.

Weltweit beobachten Forscher seit einiger Zeit, dass Kinder von adipösen, also krankhaft übergewichtigen Müttern ein höheres Risiko für Fettleibigkeit und Stoffwechselerkrankungen haben. Studienergebnisse legten Ursachen in ernährungsbedingten genetischen Effekten nahe. Wegen Ähnlichkeiten der Erbinformationen zwischen Mensch und Maus versuchen Wissenschaftler derartige Zusammenhänge schon länger mit Nagern zu erforschen.

Aufbau von Körpermasse

Im Fokus des Dife standen nun genetische Effekte auf ein Hormon, das durch die Nahrungsaufnahme im Darm freigesetzt wird und Stoffwechselwege reguliert. Der als GIP bezeichnete Botenstoff stimuliert die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse. Er beeinflusst den Stoffwechsel von Fettzellen sowie die Fettverbrennung in der Skelettmuskulatur und steuert den Aufbau von Körpermasse. Wird dieser Prozess gestört kann es zu Übergewicht und Insulinresistenz kommen. Das Hormon wird offenbar durch die Art der Nahrung beeinflusst.

Die vom Dife untersuchten Mäuse – Nachkommen von fettreich ernährten Muttertieren, deren GIP durch die fettreiche Kost offenbar verändert wurde – nahmen bei gleicher Ernährung deutlich mehr an Fettmasse zu. Sie wiesen zudem erhöhte Zucker- und Cholesterinwerte auf. Die Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf den Menschen müsse weiter erforscht werden, so Pfeiffer: „Fest steht jedoch, dass die Ernährung nicht nur direkten Einfluss auf ein Individuum hat, sondern auch noch dessen Nachkommen beeinflussen kann.“

Von Gerald Dietz

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