Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Trauer & Gedenken Südwestkirchhof erhöht Gebühren
Thema Specials T Trauer & Gedenken Südwestkirchhof erhöht Gebühren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:14 21.12.2015
Der Südwestkirchhof als Kulturgut ist auch teuer. Quelle: Archiv
Stahnsdorf

Deutschlands größter evangelischer Friedhof hat sich in den letzten 25 Jahren nicht nur zu einem Kulturstandort, sondern auch zu einem wichtigen Bestattungsort entwickelt. Wurden Anfang der 1990er nur noch 80 Verstorbene auf dem über 200 Hektar großen Friedhof bestattet, sind es heute zwischen 800 bis 900 ein einem Jahr, wie Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeldt sagt. Da Friedhöfe im Bereich der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz aber auch Wirtschaftsbereiche sind, müssen sie sich durch eigene Einnahmen finanzieren.

Die erheblichen Kosten für die laufende Bewirtschaftung sollen nun durch neu kalkulierte Gebühren gedeckt werden. Ab dem 1. Januar 2016 treten die neuen Gebühren in Kraft. Angehörige können sich ab sofort in der Friedhofsverwaltung informieren und beraten lassen. Weiterhin nicht berücksichtigt sind anonyme Bestattungen. Diese Grabfelder wird es auch künftig auf dem Südwestkirchhof nicht geben, betont der Verwalter. Nach mehr als zehn Jahren werden nun die Gebühren angepasst. Ihlefeldt versichert, dass sie dennoch „sozial verträglich“ bleiben.

Seit 2002 galt ein „starres Gebührensystem“, wie Ihlefeldt sagt. Zukünftig müssen sich die tatsächlichen Kosten zur Friedhofsunterhaltung in den Nutzungsgebühren niederschlagen, alle drei Jahre seine Anpassungen zu erwarten. Der immense Investitionsbedarf in die Denkmalsubstanz ist nur durch Bundes- und Landesförderungen zu bewältigen.

Info: Telefon (03329)62315 oder www.suedwestkirchhof.de

Von Claudia Krause

Potsdam-Mittelmark Beelitzer wollen Friedwald einrichten - Letzte Ruhe unter Bäumen

Es ist ein bundesweiter Trend, sich unter einem Baum begraben zu lassen. Die Stadt Beelitz will nicht nachstehen und plant nun einen Friedhof im Stadtwald. Die Stadtverordneten haben nun grünes Licht gegeben: Die Kosten, so die Verwaltung, könnten durch die bisherigen Friedhofsgebühren gedeckt werden.

17.12.2015
Havelland Ketziner lehnen Satzung erneut ab - Friedhofsgebühren weiter unklar

Zum dritten Mal wurde die von der Ketziner Verwaltung erarbeitete Friedhofsgebührensatzung von den Stadtverordneten abgelehnt. Die geforderte Stellungsnahme der Kommunalaufsicht lag nicht vor.

16.12.2015

Partys und Mutproben in der Kirchengruft: Über viele Jahre war die letzte Ruhestätte der Trechwitzer Gutsherren (Potsdam-Mittelmark) geschändet worden. Grabräuber hatten die Särge aufgebrochen und die menschlichen Überreste derer von Rochow verunstaltet. Dank einer Spende wurde die Gruft jetzt wieder hergerichtet. Doch noch immer fehlen Skelettteile.

10.12.2015