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Trauer & Gedenken Vorsorge zu Lebzeiten
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06:00 27.02.2016
Wer einen Vorsorgevertrag abschließt, entlastet seine Angehörigen. Quelle: Christian_R.Schulz
Potsdam

Mitten im Leben denkt niemand gerne an den Tod. Aber es kann beruhigend sein, seine Angelegenheiten vorab geregelt zu haben, auch in Bezug auf die Bestattung. Wer vorsorgt, entlastet seine Angehörigen und sichert seine eigenen Wünsche für die Bestattung inhaltlich und finanziell ab.

Viele Bestatter bieten Vorsorgeberatungen und Vorsorgeverträge an. Gemeinsam mit dem Kunden werden in einem Vertrag alle Punkte festgehalten, die dereinst für die Bestattung wichtig sein sollen. Auch der finanzielle Rahmen wird dabei abgesteckt. Der Kunde legt zusammen mit dem Bestatter genau fest, wie die Beerdigung später aussehen soll. Welcher Sarg ist gewünscht? Wie läuft die Trauerfeier ab? Die Kosten dafür werden schon zu Lebzeiten gezahlt. Das entlastet die Angehörigen finanziell und garantiert andererseits, dass den eigenen Wünschen Folge geleistet wird. Bereits bei fünf bis sechs Prozent der Bestattungen gibt es Vorsorgeverträge, Tendenz steigend, so die Schätzung des Bundesverbands Deutscher Bestatter.

Wer einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen abschließt, sollte unbedingt darauf achten, dass das Geld für die Bestattung auf einem Treuhandkonto liegt. So ist es bei einer Insolvenz des Bestattungsinstituts geschützt und kann nur für festgelegten Zweck verwendet werden. Eine angemessene Bestattungsvorsorge ist auch vor dem Zugriff staatlicher Behörden sicher, erklärt Antje Bisping, Justiziarin des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur. Oft versuchten Sozialämter ganz gezielt, beispielsweise zur Deckung von Kosten eines Pflegeheims an die für diesen Zweck zurückgelegten Gelder zu kommen. Das seit aber häufig nicht rechtens. „Die angemessene Bestattungsvorsorge ist geschützt“, entschieden schon das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2003 und das Bundessozialgericht im Jahr 2008.

Von Ulrich Nettelstroth

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