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Der Bahnhof Marquardt Der Mittelpunkt der Umgehungsbahn
Der Mittelpunkt der Umgehungsbahn
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Quelle: Klaus Stark
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Marquardt

Das Gutsdorf war damals ein beliebtes Ausflugsziel, zumal das renommierte Hotelunternehmen Kempinski seit 1932 das Schloss-Park-Ensemble Marquardt gepachtet hatte.  Im Vergleich zu anderen Bahnhöfen in Brandenburg ist der in Marquardt noch recht jung.

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Wildpark und Priort war Marquardt der Bahnhof, der am spätesten ans Netz ging. Dieser Teil der Strecke der sogenannten Umgehungsbahn, die Oranienburg mit Jüterbog verband, war seit dem 01.09.1902 in Nutzung. Die Umgehungsbahn gab es bereits seit 1894.

Die Strecke um Berlin herum verhinderte, dass der Güterverkehr die Stadt durchquerte. Auch militärische Gründe waren für die Streckenführung ausschlaggebend. Bei Jüterbog waren um die Jahrhundertwende große Truppenübungsplätze entstanden, die beliefert werden mussten.

Insgesamt hat die Strecke eine Länge von 128,3 Kilometer. Die Spurweite beträgt 1435 Millimeter. Marquardt liegt auf Kilometer 60,4 von Oranienburg nach Jüterbog. Damit ist er fast der Mittelpunkt der Umgehungsbahn. 

Die Deutsche Bahn AG übernahm die Umgehungsbahn am 01.01.1994. Ab dem 01.12.1894 war die Strecke in Besitz der Preußischen Staatseisenbahnen gewesen und seit dem 01.04.1920 der Deutschen Reichsbahn (RBD Berlin).

Bis 2003 war Marquardt eine selbstständige Gemeinde. Seit dem 26.10.2003 wurde sie ein Ortsteil der Stadt Potsdam. (mau)