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Sportbuzzer Auf der Jagd nach Spaß
Sportbuzzer Auf der Jagd nach Spaß
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17:57 18.09.2014
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In dieser Woche bekam Frahn eine SMS von einem guten Freund aus Potsdam, der die blauen Babelsberger unterstützt und eine Abneigung gegen Union Berlin hegt. Inhalt der Nachricht: Frahn solle mit den Leipzigern am Sonntag (13.30 Uhr) in der 2. Fußball-Bundesliga unbedingt bei den Köpenickern gewinnen.

Diesen Wunsch will Frahn seinem Kumpel erfüllen. "Union ist für mich als Ex-Babelsberger ein richtiges Highlight", sagt der Stürmer. Doch am Sonntag geht es nicht nur um übliche Abneigungen zwischen den Berlin-Brandenburger Nachbarn. Der Aufsteiger aus Sachsen will weiter ungeschlagen bleiben und sich an der Tabellenspitze festkrallen. Doch wie fundiert ist der zweite Platz? "Die Tabelle lügt nicht", sagt der 27-jährige Frahn. "Wir sind gut gestartet, haben noch nicht verloren und erst ein Gegentor kassiert. Wir können selbstbewusst sein." Ein weiterer Durchmarsch nach dem nur einjährigen Gastspiel in der dritten Liga sei derweil noch kein Thema. "Wir sind eine junge Truppe und wollen einfach jedes Wochenende Spaß haben."

Grundlage für die Gaudi der Red-Bull-Werksmannschaft ist harte Arbeit. "Wir verteidigen als ganze Mannschaft sehr gut", erzählt Frahn, der RB bereits zu zwei Aufstiegen geschossen hat. Wegen des hohen Aufwands sei es auch nicht verwunderlich, dass er in vier von fünf Partien ausgewechselt wurde. "Wir müssen vorne sehr viel laufen und haben viele andere gute Stürmer." Mit seiner persönlichen Bilanz ist Frahn bisher zufrieden. Neun Jahre nach seinem ersten und lange Zeit einzigen Zweitligaeinsatz für Energie Cottbus ist er nun endlich im Unterhaus angekommen. Zwei Tore in fünf Partien stehen zu Buche. "Ich bin zufrieden, das ist erstmal ein guter Start." Der hätte noch besser sein können. Doch beim 3:1-Erfolg gegen 1860 München verschoss er einen Strafstoß. Abgehakt. Frahn: "Ich weiß, dass ich Elfmeter schießen kann."

Vielleicht kann er es ja schon am Sonntag bei den bisher noch sieglosen Berlinern, die auf Martin Kobylanski (Innenbandteilabriss) verzichten müssen, unter Beweis stellen. Von dem Berliner Protest gegen den Marketing-Missbrauch des Fußballs durch den Brausehersteller Red Bull will sich Frahn nicht ablenken lassen. "Wir sind es doch mittlerweile schon gewohnt, dass sich die gegnerischen Fans besondere Sachen einfallen lassen." Die Unioner wollen ihre Antipathie offenbar mit 20000 schwarzen Regencapes im Stadion Alte Försterei ausdrücken. Frahn: "Es interessiert mich nicht, ob das Stadion Schwarz, Rot oder Gelb ist."

Von Ronny Müller

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