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Sportbuzzer Enttäuschung in letzter Minute
Sportbuzzer Enttäuschung in letzter Minute
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22:18 21.03.2014
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"Wir sind erstmal leer, einfach voller Enttäuschung. Wir hatten uns so viel vorgenommen und sind fast belohnt worden", sagte der Stürmer von Union Berlin gestern Abend nach dem 1:1 (0:0)-Unentschieden im Zweitliga-Aufstiegsduell gegen seinen Ex-Club SC Paderborn.

Das "fast" in seiner Antwort zielte auf den Zeitpunkt des Ausgleichs, den seine Mannschaft erst in der 90. Minute kassierte. Dabei hatten die Eisernen zuvor eine aufopferungsvolle Leistung gezeigt, mit viel Leidenschaft für ihre Aufstiegschance gekämpft. Brandy selbst hatte in der 53. Minute nach einer Flanke von Union-Kapitän Torsten Mattuschka die Führung gegen den Tabellendritten

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und mit bis dato 19 Punkten aus acht Spielen auch beste Rückrundenmannschaft
erzielt. Mit seinem achten Saisontor übertraf er seinen persönlichen Saisonbestwert in der 2. Bundesliga aus seiner Paderborner Zeit (sieben Saisontore).

Doch freuen konnte er sich über diesen Fakt nicht

"es ist bitter für uns alle", sagte der sonst so positiv gestimmte Flügelflitzer. Auch Uwe Neuhaus haderte mit dem Ausgleich kurz vor dem Ende der Partie. "Das ist eine Bestrafung, die die Mannschaft heute nicht verdient hat", sagte der Coach der Eisernen und sah sich gezwungen, seinem Trainerkollegen André Breitenreiter zu widersprechen, der zuvor gesagt hatte: "Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, bin ich der Meinung, dass der Ausgleich mehr als verdient war."

Denn die Paderborner hatten Breitenreiters Meinung nach alles auf eine Karte gesetzt, die Stürmer Elias Kachunga und Mahir Saglik eingewechselt und den Druck auf das Union-Gehäuse stetig erhöht. Die Köpenicker ihrerseits hatten Pech, als Christopher Quiring nur den linken Innenpfosten traf (81.). Quiring war fünf Minuten zuvor für den Torschützen Brandy eingewechselt worden.

Und so kam es zur folgenschweren 90. Minute für die Eisernen. Der Ex-Babelsberger Süleyman Koc, der in der Winterpause nach Paderborn gewechselt war und in seiner Heimatstadt sein Startelfdebüt in der 2. Bundesliga feiern durfte, passte in die Mitte, wo der nach vorne geeilte Innenverteidiger und Ex-Cottbuser Uwe Hünemeier mit einem platzierten Linksschuss in den rechten Torwinkel die zuvor so euphorisierten Union-Fans verstummen ließ.

Die Berliner kletterten mit dem Unentschieden zwar vorerst in der Tabelle um einen Platz auf Rang sechs und haben nun 39 Punkte auf dem Konto. Doch der Vier-Punkte-Rückstand auf die Paderborner bleibt bestehen. "Sollten wir gegen Paderborn keine drei Punkte holen, wird es immer schwieriger. Dann ist der Zug irgendwann abgefahren", hatte Sören Brandy vor der Partie über die Aufstiegschancen der Berliner gesagt. Vielleicht hat er vor seinem inneren Auge den aus dem Bahnhof fahrenden Zug gesehen, als er auf den Boden starrte.

Von Stephan Henke

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