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Sportbuzzer Lange Gesichter bei Hertha
Sportbuzzer Lange Gesichter bei Hertha
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20:31 16.03.2014
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Kein Blick nach links oder rechts. Kein Gespräch. Luhukay musste erst einmal durchatmen, bevor er die Begegnung gegen die Niedersachsen analysierte. "Das war eine bittere Niederlage, die leicht erklärbar ist", sagte der Coach hinterher: "Der Unterschied war, dass Hannover seine Chancen eiskalt genutzt hat und wir unsere eben nicht." Es bleibt dabei: Der Bundesliga-Aufsteiger wartet im Jahr 2014 weiter auf den ersten Heimsieg. "Hannover hat verdient gewonnen, aber sie waren nicht die bessere Mannschaft", meinte der Niederländer trocken. "Wenn ich alles nebeneinander legen würde, war Hertha das klar bessere Team. Aber nur, was die Statistik betrifft."

In der Tat hatten die Blau-Weißen bei den Zahlen die Nase vorn. Mehr Torschüsse, mehr Ecken, mehr Ballbesitz. Sogar 59 Prozent der Zweikämpfe wurden gewonnen

die Berliner waren bemüht, standen am Ende aber wieder mit leeren Händen da. "Es gelingt uns zurzeit zu Hause nicht, ein Tor zu erzielen, um uns freizuspielen", fasste Innenverteidiger Sebastian Langkamp zusammen. Adrian Ramos hatte nach zwei Minuten die erste Großchance, als er 96-Keeper Ron-Robert Zieler bereits umkurvt hatte, aber nur das Außennetz traf. Nach 14 Minuten nahm der Torjäger nach einem Sahnepass von Ronny Fahrt in Richtung gegnerisches Tor auf, verstolperte den Ball aber. "Der Platz ist eine Vollkatastrophe", fand der Coach. "Das war eine hundertprozentige Chance allein vor dem Torwart." Doch wieder fehlte dem Angreifer das Glück. "Wenn Adrian bei uns nicht trifft, dann haben wir ein Riesenproblem. Wenn Adrian trifft, sind wir häufig auf der Siegerstraße."

Doch der Kolumbianer sollte am Samstag nicht wirklich in Fahrt kommen. "Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten endlich wieder einen Heimsieg einfahren", erklärte Fabian Holland, der erneut von Beginn an ran durfte. "In der ersten Halbzeit haben wir noch ein paar gute Chancen kreiert, nach der Pause ist es uns dann nicht mehr so gelungen." Wie aus dem Nichts fiel vor 46727 Zuschauern die Führung für die bislang schwächste Auswärtself der Liga. Holland ließ Leonardo Bittencourt freie Bahn. Den Pass des 20-Jährigen verwertete Lars Stindl (49. Minute) zum 1:0. "Das Tor nehme ich auf meine Kappe", meint Holland, der in Bergfelde (Oberhavel) groß geworden ist. Die Berliner waren nach dem Rückschlag nicht schlechter als die Hannoveraner, die nun ihr Glück im Kontern suchten. Nachdem Per Skjelbred und Ramos (54.) eine Doppel-Chance zum Ausgleich ungenutzt ließen, legten die Gäste nach. Erneut leistete Bittencourt die Vorarbeit, bevor Routinier Jan Schlaudraff Hertha-Torwart Thomas Kraft umkurvte und zum 2:0 vollstreckte. Den Hausherren gelang dagegen kein Treffer mehr, auch weil Ramos nach einem Ronny-Freistoß knapp am Tor vorbeiköpfte (61.) und Ronny kurz vor dem Ende den Pfosten traf. Huszti besorgte in der Nachspielzeit den Endstand. "Wir müssen die individuellen Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben, abstellen", meinte Luhukay. "Die Effizienz von Hannover machte den Unterschied. Gut verteidigt, oftmals das letzte Quentchen Glück gehabt und aus wenig viel gemacht. Hannover hat im Prinzip drei Torchancen gehabt und sie voll genutzt." Von der Europa League spricht in Berlin vorerst keiner mehr.

Von Sebastian Morgner

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