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Diese Tipps helfen

Ratten vertreiben: Was hilft gegen die lästigen Nagetiere?

Eine Ratte sitzt auf einem Gullydeckel. (Symbolbild)

Eine Ratte sitzt auf einem Gullydeckel. (Symbolbild)

Ratten können gefährliche Krankheiten auf Menschen und andere Tiere übertragen. Deshalb ist es wichtig, die Nagetiere schnell zu vertreiben. Nicht immer muss dafür ein Kammerjäger zu Hilfe genommen werden. Wie Sie sich schützen, einen Befall erkennen und wieder loswerden, erklären wir hier.

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Wo halten sich Ratten auf?

In Deutschland leben vor allem die Wanderratte sowie die Hausratte. Letztere kommt inzwischen aber immer seltener vor, ist eher auf Schiffen oder Dächern unterwegs und darf aufgrund ihrer Seltenheit nicht getötet werden. Die Wanderratte hingegen kommt deutlich häufiger vor und lebt oft in der Nähe von Gewässern. Deshalb ist sie auch als Kanal- oder Wasserratte bekannt.

Grundsätzlich sind Ratten sehr scheue und eher nachtaktive Tiere. Auf Kontakt mit Menschen sind sie nicht aus. Aber: Sie bedienen sich gerne an unserem Nahrungsangebot. Außerdem bietet unser Abwassersystem einen guten Unterschlupf. Dort können sie sich ungestört vermehren.

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Wie gelangen Ratten ins Haus?

In den meisten Fällen gelangen die Ratten über undichte Kanalrohre, in denen sie nach Futter suchen, ins Haus. Sie finden durch die defekten Rohre direkten Zugang in die Mauern. Auch in den Garten können sich Ratten durch einen defekten Kanal graben.

Durch Türspalten, Risse und Fugen können Ratten ins Haus eindringen.

Bei Hochwasser suchen Ratten in den Rohren oft den Weg nach oben, um nicht zu ertrinken und gelangen so ins Haus. Gullideckel in der Nähe des Hauses können das Risiko ebenfalls erhöhen.

Schäden durch Ratten: Was die Nager anrichten können

Mit ihren Nagezähnen können Ratten am Haus oder in der Wohnung erhebliche Schäden anrichten. Eine Rattenplage kann vor allem Folgen für elektronische Geräte, aber auch für diverse Vorräte haben. Folgende Schäden können auftreten:

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  • Mit ihren Zähnen können Ratten große Schäden an Kabeln und elektrischen Geräten anrichten. Dies kann zu Kurzschlüssen führen und im schlimmsten Fall Brände auslösen.
  • Auch Einrichtungsgegenstände können von den Nagetieren beschädigt werden. Materialien wie Kunststoffe, Holz und dünne Metalle stellen für die Nager keine Herausforderung dar.
  • Ratten können mit ihren Kot- und Urinabsonderungen Waren, Produkte und Lebensmittel verunreinigen.

Wie erkenne ich einen Rattenbefall?

Wenn Sie eine lebendige oder tote Ratte im Haus entdecken, ist das ein deutliches Zeichen für einen Befall. Es gibt allerdings auch andere Anzeichen:

  • Rattenkot: Spindelförmige Kotballen sind ebenfalls ein deutlicher Hinweis auf Rattenbefall. Ein Nager scheidet im Schnitt etwa 40 Kotbällchen pro Tag aus. Mit diesem Richtwert lässt sich in etwa einschätzen, wie stark der Befall ist und ob sich gar mehrere Tiere im Haus befinden könnten.
  • Nagespuren: Ein weiteres Indiz für einen Befall sind kantige Bissspuren an Hartplastik, Aluminium und Mörtel.
  • Ammoniakgeruch: Ein Rattennest gibt mit der Zeit einen unangenehm beißenden Ammoniakgeruch von sich. Der Befall ist dann vermutlich schon weit fortgeschritten.
  • Schmierspuren: Ratten hinterlassen auf ihren Laufwegen Hautfett, an dem Schmutz haftet. Diese können an den Wänden oder auf dem Boden sichtbar werden.

Wie werde ich die Ratten wieder los?

Es gibt wirksame Hausmittel, die bei der Rattenbekämpfung helfen können. In einigen Fällen müssen aber auch härtere Maßnahmen ergriffen werden. Folgende Möglichkeiten gibt es, um die Nagetiere zu vertreiben:

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  • Nelkenöl oder Terpentin: Der starke Geruch kann dafür sorgen, dass die Ratten vertrieben werden. Um die beste Wirkung zu erzielen, können Sie in Nelkenöl oder in Terpentin getränkte Tücher in den Eingang eines Rattenbaus drücken.
  • Cayennepfeffer und Chiliflocken: Die scharfen Gewürze können im Fell der Nager hängenbleiben und die Schleimhäute reizen. Am besten sollten Cayennepfeffer und Chiliflocken auf den Laufwegen der Ratten verteilt werden.
  • Gebrauchtes Katzenstreu: Auch gebrauchtes Katzenstreu soll die Nagetiere in die Flucht schlagen. Im Idealfall füllen Sie es in kleine Säcke ab und platzieren diese in unmittelbarer Nähe der Nistplätze.
  • Rattenfallen: Helfen die bisher genannten Mittel nicht, um die Schädlinge loszuwerden, können auch Schlag- oder Lebendfallen zum Einsatz kommen.
  • Giftköder: Fraßgifte sind zur Rattenbekämpfung erhältlich, sollten aber nur im Notfall verwendet werden. Der Grund: Die Inhaltsstoffe von Rattengift können nicht nur den Ratten schaden, sondern auch Haustieren oder Kindern. Da Ratten zudem als sehr intelligente Tiere gelten, kann es passieren, dass sie die ausgelegten Köder meiden.
  • Kammerjäger: Ein professioneller Kammerjäger erkennt einen Befall zuverlässig und kann bei der Bekämpfung helfen. Hier können allerdings Kosten von mehreren Hundert Euro anfallen.

Ratten im Garten: Wie werde ich sie los?

Ratten können sich nicht nur in Häusern oder Wohnungen, sondern auch im Garten einnisten. Neben den bereits genannten Tipps können bei einer Rattenplage im Garten noch folgende Maßnahmen helfen:

  • Katzen: Mitunter kann die Anschaffung einer Katze bei der Bekämpfung helfen. Der Vorteil: Die Ratten erkennen die Haustiere schon an ihrem Geruch und ziehen sich deshalb oft zurück. Im besten Fall meiden sie das Grundstück komplett. Je nachdem wie ausgeprägt der Jagdinstinkt der Katze ist, kann sie die Ratten auch töten. Das ist aber keineswegs garantiert.
  • Katzenstreu: Da der Geruch der Katzen die Ratten oft in die Flucht schlägt, kann es auch hilfreich sein, benutztes Katzenstreu in den Garten zu stellen. In luftdurchlässige Beutel verpackt kann es großflächig verteilt werden.
  • Ultraschallgeräte senden hohe Tonfrequenzen, die Ratten als sehr unangenehm wahrnehmen. Für den Menschen sind sie hingegen kaum zu hören. Je größer der Garten, desto mehr solcher Geräte können sich lohnen. Denn: Die Nagetiere scheuen den Bereich, in dem der Ton zu hören ist. Im Idealfall positionieren Sie die Geräte so, dass die Ratten aus dem Garten vertrieben werden.

Wie beuge ich einem Rattenbefall vor?

Am besten breiten sich die Nager gar nicht erst im Keller, auf dem Dachboden oder in anderen Räumen aus. Folgende Maßnahmen können helfen, um einen Rattenbefall zu verhindern:

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  • Essensreste sollten unter keinen Umständen über die Toilette entsorgt werden. Auf diese Art können Ratten angezogen werden. Eine sogenannte Rückstauklappe im Abfluss, die in neueren Gebäuden meistens schon integriert ist, macht das Haus zudem rattensicherer.
  • Schäden an der Kanalisation sollten umgehend repariert werden.
  • Vogelfutter sollte unerreichbar für Ratten platziert werden.
  • An Kellerfenstern sollten Außengitter mit weniger als 18 Millimetern Maschenweite angebracht werden. So kann verhindert werden, dass die Ratten über die Keller ins Haus eindringen.
  • Löcher, Ritzen und Fugen, die der Ratte eine Möglichkeit bieten, in das Haus oder die Wohnung zu kommen, sollten verschlossen werden.

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