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Erneuerbare Energien

2021 gingen in Brandenburg 104 neue Windräder ans Netz

Windräder entlang der Autobahn A24 zwischen Walsleben und Darritz (Ostprignitz-Ruppin)

Windräder entlang der Autobahn A24 zwischen Walsleben und Darritz (Ostprignitz-Ruppin)

Potsdam. Der Ausbau der Windkraft an Land hat 2021 zugelegt – das Tempo ist aber aus Sicht der Branche zu niedrig, um Klimaziele zu erreichen. Insgesamt wurden 484 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 1925 Megawatt errichtet, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) sowie der Fachverband VDMA Power Systems am Donnerstag mitteilten.

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Der sogenannte Bruttozubau erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent. Weil auch alte Anlagen stillgelegt wurden, lag der Nettozubau bei 1692 Megawatt. Der Zubau befinde sich nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, so die Verbände. Nach dem Einbruch 2019 habe es aber im zweiten Jahr in Folge Zuwächse gegeben.

Bayern hat keinen Bock auf Windkraft – nur acht neue Anlagen

Fast drei Viertel der neu installierten Leistung wurde 2021 in Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein realisiert. Spitzenreiter mit jeweils 104 neuen Anlagen waren Brandenburg und Niedersachsen.

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In Brandenburg wurden laut BWE im Vorjahr 15 Windräder stillgelegt und 14 weitere Alt-Anlagen nachgerüstet („Re-Powering“). Der Nettoausbau entspricht einer Leistung von 396 Megawatt. Insgesamt drehten sich Ende 2021 in Brandenburg 3928 Windräder – deutschlandweit waren es 28.230.

Der geringste Zubau, abgesehen von den Stadtstaaten, erfolgte in Bayern, dem Saarland und Sachsen. Im flächenmäßig größten deutschen Bundesland Bayern kamen gerade einmal acht Windkraftanlagen dazu.

„Der Zubau steigt, allerdings nur regional und insgesamt mit zu geringem Tempo“, sagte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie. Der aktuelle Zubau sei nicht ausreichend, sagte Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer von VDMA Power Systems. Niedrige Ausbauvolumen führten mittelfristig auch zu Problemen bei der Versorgungssicherheit. Für das Jahr 2022 erwarten die Verbände einen Ausbau von 2,3 bis 2,7 Gigawatt. Die Bundesregierung will den Ausbau beschleunigen.

Die Anlagen werden immer effizienter und größer

Auch die Windrad-Technologie entwickelt sich stetig weiter – die Anlagen bringen immer mehr Leistung. Im Durchschnitt bringt eine 2021 installierte Windenergieanlage eine Leistung von 3978 kW – 17 Prozent mehr als im Vorjahr. „So kann durch eine geringere Anzahl an Anlagen ein größerer Leistungszubau erreicht werden“, schreibt der BWE in seinem Jahresbericht.

Auch die Größe der Anlagen hat erneut zugenommen. Im Durchschnitt hatten die 2021 installierten Windräder einen Rotor-Durchmesser von 133 Metern und eine Nabenhöhe von 140 Metern.

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Von MAZonline

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