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Nächster Finanzskandal im Sender

700.000 Euro für abservierten RBB-Manager – keiner weiß warum

Frau im Spiegel: Patricia Schlesinger

Frau im Spiegel: Patricia Schlesinger

Berlin. Nächster Skandal beim skandalumwitterten RBB: Die damalige Intendantin Patricia Schlesinger und ihre Chefjustitiarin haben eine Führungskraft des Senders abserviert. Um ihn loszuwerden, muss der RBB dem Mann mehr als 700.000 Euro zahlen. Darüber berichtete das Online-Portal „Business Insider“.

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Laut Recherchen des RBB-eigenen Investigativteams ist die Darstellung korrekt. Dokumente belegten, dass dem Manager ein Vorruhestandsangebot unterbreitet wurde und der Sender kein Interesse hatte, ihn weiter zu beschäftigen.

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Manager ist seit vier Jahren freigestellt – bei vollen Bezügen

Demnach bezahlt der Sender den vom Dienst freigestellten Manager bereits seit vier Jahren. Der Vertrag läuft bis zum 31. August 2026 und kostet den Sender mehr als 700.000 Euro. Davon hat der Sender ihm seit seinem Ausscheiden bereits mehr als 300.000 Euro ausgezahlt. Den Vertrag verantwortet demnach neben der kürzlich zurückgetretenen Patricia Schlesinger auch Susann Lange, damals Justitiarin des Senders und heute Juristische Direktorin.

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Warum genau der RBB dem ehemaligen Mitarbeiter Zahlungen in Höhe von rund 100.000 Euro pro Jahr anbot, damit dieser nicht mehr für das Haus arbeitete, wollte der Sender auf Anfrage nicht beantworten. Lange wollte sich weder zur „Vorruhestandsregelung“ des Managers noch zu ihrer eigenen Rolle bei den zugrundeliegenden Verhandlungen äußern. Schlesinger ließ durch ihren Anwalt Ralf Höcker mitteilen, dass sie keinen Zugriff mehr auf die entsprechenden Akten habe und daher nicht antworten könne.

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Nun steht auch die Juristische Direktorin Susann Lange im Feuer

Offenbar profierte Susann Lange persönlich vom Weggang des Managers bei der Tochterfirma RBB Media. Eine Woche, nachdem ihm die „Vorruhestandsregelung“ angeboten wurde und er zustimmte, sein Amt niederzulegen, wurde Lange vorübergehend selbst zweite Geschäftsführerin der Tochterfirma. Dafür bekam sie 2000 Euro im Monat – zusätzlich zu dem, was sie bereits beim RBB verdiente.

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Ein weiteres Compliance-Problem in der obersten RBB-Etage wurde bei einer Belegschaftsversammlung am Donnerstag publik. Wie das Magazin „Cicero“ berichtet, ist Lange mit Sylvie Deléglise verheiratet. Diese war bis zum 10. August Hauptabteilungsleiterin und Personalchefin des Senders. Dann wurde sie zur kommissarischen Verwaltungsdirektorin ernannt.

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Getraut wurde das Paar seinerzeit von der Kreuzberger Pastorin Friederike von Kirchbach, im Nebenjob Vorsitzende des RBB-Rundfunkrats, also auf dem Papier die oberste Kontrolleurin des Senders. Laut Deléglises eigener Aussage bei der Mitarbeiterversammlung leben sie und Lange inzwischen getrennt.

Von MAZonline

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