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Sonntagsfrage

AfD liegt in Cottbus mit fast 30 Prozent vorne

Die AfD profitiert offenbar von der angespannten Lage in Cottbus.

Die AfD profitiert offenbar von der angespannten Lage in Cottbus.

Potsdam. Die AfD profitiert offenbar von der angespannten Lage in Cottbus. Wenn an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, würde die Partei in der Lausitzstadt stärkste Kraft. Das geht aus einer Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des RBB hervor. Demnach würden 29 Prozent der Cottbuser der AfD ihre Stimme geben. Bei der Landtagswahl im September 2014 hatte die Partei in Cottbus 10,7 Prozent geholt; bei der Bundestagswahl im vergangenen September stimmten im Wahlkreis Cottbus-Spree-Neiße 25,3 Prozent für die AfD.

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Die CDU, die derzeit in Cottbus mit Holger Kelch den Oberbürgermeister stellt, käme bei der Sonntagsfrage mit 24 Prozent auf den zweiten Platz. Die SPD wäre der klare Wahlverlierer. Im Vergleich zum Landtagswahlergebnis von 2014 würde sich die Partei stimmenmäßig auf 15 Prozent mehr als halbieren. Sie läge damit hinter der Linken mit 17 Prozent. Deren Ergebnis bliebe damit stabil. Mit 6 Prozent würde sich die FDP stark verbessern (2014: 1,1 Prozent). Die Grünen kämen auf 5 Prozent (2014: 4,5 Prozent).

Zwei Drittel fühlen sich sicher in Cottbus

In Cottbus kam es in den vergangenen Wochen zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Deutschen. Ein Schüler wurde von einem Syrer mit dem Messer im Gesicht verletzt, Rechtsextreme prügelten auf eine Gruppe von Asylbewerbern ein. Der Verein „Zukunft Heimat“ macht mit Demonstrationen gegen Flüchtlinge mobil. Doch befragt nach ihrem Sicherheitsgefühl, geben sich die Cottbuser auch gelassen. 64 Prozent antworteten, dass sie sich sehr sicher oder eher fühlen. 33 Prozent sagten, sie fühlten sich eher unsicher, zehn Prozent äußerten, sie fühlten sich sehr unsicher. Gern leben jedoch die meisten Cottbuser in der Stadt. Das äußerten 95 Prozent der Befragten.

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Die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung sehen insgesamt 72 Prozent kritisch bis sehr kritisch. 66 Prozent der Befragten vertraten die Ansicht, Cottbus sei mit der Integration von Flüchtlingen überfordert. Für die Erhebung wurden 1000 Cottbuser Wahlberechtigte zwischen dem 21. und 28. Februar befragt.

Von Torsten Gellner

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