Bauernhöfe müssen nur alle 16,4 Jahre mit Kontrollen rechnen

Symbolbild: In Brandenburg gibt es derzeit rund 16 800 kontrollpflichtige Agrarbetriebe.
Quelle: dpa
Brandenburg. Durchschnittlich müssen Agrarbetriebe in Brandenburg nur alle 16,4 Jahre mit staatlichen Tierschutzkontrollen rechnen. Dieser Wert ging aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor.
Zugegeben, 16,4 Jahre (zumindest laut Durchschnitt) klingen nach einer ziemlich langen Zeit, die zwischen den einzelnen Tierschutzkontrollen liegt. Doch tatsächlich liegt Brandenburg nach den Zahlen bei der Kontrolldichte pro Betrieb im Mittelfeld der Bundesländer. In Hessen und Sachsen-Anhalt liegt der Wert gemäß Angaben der Bundesregierung etwa bei 13,8 und 24,4 Jahren, in Sachsen hingegen bei durchschnittlichen 9,9 Jahren. ’Absoluter Spitzenreiter ist Bayern mit sage und schreibe 48,1 Jahren. Dort gibt es mit knapp 148 000 jedoch auch die meisten kontrollpflichtigen Betriebe.
Länder sollen konsequenter gegen Tierquälerei vorgehen
Eine Ermahnung vom Bundesagrarministerium gab es auch: Denn die Länder sollen konsequenter gegen Tierquälerei oder schlechte Haltungsbedingungen in Agrarbetrieben vorzugehen. Hermann Onko Aeikens, der Staatssekretär im Bundesagrarministerium, schrieb folgendes an die Länder: „Soweit Defizite im Hinblick auf die Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe bestehen, müssen diese zügig behoben werden.“
Der Übersicht des Bundesagrarministeriums zufolge gibt es in Brandenburg derzeit rund 16 800 kontrollpflichtige Betriebe. Von ihnen wurden im vergangenen Jahr 1208 kontrolliert. 1031 überstanden die Überprüfung auf Einhaltung des Tierschutzrechts ohne Beanstandungen.
Von MAZ-Online
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