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Schulen

Brandenburg führt Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 7 ein

Bildungsministerin Britta Ernst

Bildungsministerin Britta Ernst

Potsdam. In Brandenburg müssen Schülerinnen und Schüler künftig ab Klasse 7 auch im Unterricht Maske tragen. Das kündigte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Morgen nach den Bund-Länder-Beratungen im RBB-Inforadio an. Die Regel solle nicht nur für Regionen mit hohen Infektionszahlen gelten, sondern flächendeckend. Die neuen Regelungen gelten ab dem 1. Dezember.

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Für Gebiete mit sehr hohen Infektionszahlen - etwa die Kreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und die Stadt Cottbus - soll es zusätzliche Maßnahmen geben, zum Beispiel in der Oberstufe einen Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht. Abschlussklassen seien davon ausdrücklich ausgenommen, so Ernst. „Uns ist wichtig, dass alle diejenigen, die im nächsten Jahr einen Abschluss machen, weiterhin im vollständigen Präsenzunterricht zur Schule gehen."

Der GEW gehen die Regelungen nicht weit genug

Dem Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gehen die neuen Regelungen nicht weit genug. "Die geplanten Maßnahmen werden der Situation nicht gerecht", sagt Günther Fuchs, Vorsitzender der GEW in Brandenburg und verweist auf das aktuelle Infektionsgeschehen in den Schulen. Ganze Klassen in Quarantäne, infizierte Lehrer und geschlossene Schulen. "Wir sind weit weg von einem Regelunterricht", sagt Fuchs.

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Seine Forderungen: Kleinere Lerngruppen, geeignete Belüftungskonzepte und eine bessere digitale Ausstattung. Eine Maskenpflicht ab der 7. Klasse könne diese Maßnahmen nicht ersetzen, sagt Fuchs und warnt: „Wenn man Schulschließungen vermeiden will, dann muss man jetzt handeln.“

Fehlende digitale Infrastruktur und überfüllte Schulbusse

Auch der Landesrat der Eltern in Brandenburg zeigt sich enttäuscht über die Ankündigungen aus dem Bildungsministerium. "Wir müssen über überfüllte Schulbusse und fehlende digitale Infrastruktur sprechen", sagt Rene Mertens, Sprecher des Landeselternrat Brandenburg. Fern- und Hybridunterricht seien nur machbar, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben seien, sagt Mertens. Das sei aber nicht in allen Schulen und Familien der Fall. "Da zeigen sich jetzt die Versäumnisse der letzten Jahre."

Aktuell sind 10.508 Brandenburger Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Das sind 719 mehr als am Vortag (Stand Donnerstag, 11.30) und entspricht einem Anteil von 3,6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Brandenburg. 730 Lehrerinnen und Lehrer sind in Quarantäne und damit 18 weniger als noch am Vortag. 4 Schulen sind komplett geschlossen. An 142 weiteren Schulen mussten sich 321 Lerngruppen in Quarantäne begeben.

Von MAZonline

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