Umfrage

Brandenburger sind mit ihrem Leben zufrieden

In Brandenburg vertrauen nach einer Umfrage 89 Prozent der Befragten der Feuerwehr –  das ist im Vertrauensranking Platz 1.

In Brandenburg vertrauen nach einer Umfrage 89 Prozent der Befragten der Feuerwehr – das ist im Vertrauensranking Platz 1.

Potsdam. Die meisten Brandenburger sind nach einer aktuellen Umfrage mit ihrem Leben zufrieden, ihr Blick auf die persönliche Zukunft ist aber zwiegespalten. Etwa die Hälfte der Märker schaut danach mit Zuversicht nach vorn (51 Prozent); die andere Hälfte (49 Prozent) macht sich Sorgen, vor allem um die Zukunft der eigenen Kinder und der finanziellen Absicherung im Alter.

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Das ist das Ergebnis des ersten Brandenburg-Monitors, der gestern vorgestellt. Die repräsentative Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut policy matters im Auftrag der Staatskanzlei erarbeitet. Befragt wurden Ende Juni/Anfang Juli 1001 Brandenburger.

Wichtigstes politisches Problem, das vordringlich gelöst werden müsse, ist aus Sicht von 36 Prozent der Befragten das Thema Migration und Asyl. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren mit je 17 Prozent Arbeit/Arbeitslosigkeit sowie soziale und Ost-West-Ungerechtigkeit. Es folgt Kriminalität und innere Sicherheit mit 14 Prozent. 65 Prozent finden, dass sich das Bundesland in die richtige Richtung bewegt. 53 Prozent bewerten ihre persönliche finanzielle Situation gut, 47 Prozent weniger gut oder schlecht. 54 Prozent fühlen sich durch die Zuwanderung fremd im eigenen Land. Dieser Wert ist in den anderen ostdeutschen Ländern ähnlich und liegt nach Aussage von Rita Müller-Hilmer von policy matters in Sachsen bei 56 Prozent. Im Bundesdurchschnitt fühlen sich danach 44 Prozent fremd im eigenen Land. In Brandenburg bekennen sich nach Umfrage zufolge zugleich 82 Prozent zu Weltoffenheit und Toleranz.

Vertrauen haben die Brandenburger der Umfrage zufolge vor allem in Feuerwehr und Rettungsdienste (89 Prozent), in die Polizei (59 Prozent) und ihren Bürgermeister (41 Prozent). Das geringste Vertrauen wird Medien (21 Prozent), Kirchen (17 Prozent), Bundestag und Bundesregierung (16 Prozent) sowie den Parteien allgemein (acht Prozent) entgegengebracht.

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Staatskanzleichef Martin Gorholt (SPD) sagte, die Landesregierung werde sich die Ergebnisse genau anschauen. Mit sozialpolitischen Fragen und der Chance auf Teilhabe werde man sich noch stärker beschäftigen müssen. Dass sich 54 Prozent der Befragten fremd im eigenen Land fühlten, sei „ein ernst zu nehmender Wert“, betonte Gorholt.

CDU-Generalsekretär Steeven Bretz sagte: „Die Brandenburger finden, dass es ihnen so gut geht wie nie zuvor, sie machen sich aber Sorgen um die Zukunft.“ Das sei wenig überraschend, da die Landesregierung aus SPD und Linke gerade bei den Zukunftsthemen seit Jahren keine Antworten liefere.

Die Grünen-Landeschefin Petra Budke meinte, die rot-rote Landesregierung habe es nicht geschafft, mit ihrer Politik den Brandenburgern ihre Sorgen zu nehmen und vertrauensvolle Lösungen anzubieten. Die AfD sprach von einer schallenden Ohrfeige für die rot-rote Landesregierung. Mehr als jeder Dritte gebe an, dass das Land sich in die falsche Richtung bewege. „Wie schon im Vorjahr sehen die Menschen die ihnen aufgezwungene Masseneinwanderung als mit Abstand wichtigstes Problem an“, sagte AfD-Chef Andreas Kalbitz.

Von Igor Göldner

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