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DRK bittet um Spenden

Brandenburg: Nicht genug Konserven – Bei den Blutgruppen A und O ist die Lage bedrohlich

Blutkonserven werden im DRK-Labor für Krankenhäuser und Praxen gefiltert und aufbereitet.

Blutkonserven werden im DRK-Labor für Krankenhäuser und Praxen gefiltert und aufbereitet.

Potsdam. Zum Weltblutspendetag an diesem Dienstag haben Spendedienste, Krankenkassen und Mediziner dringend zum Spenden aufgerufen. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost – zuständig für Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Berlin und Sachsen – hat im Berliner Einkaufszentrum Alexa ein weiteres Blutspendezentrum eröffnet. Es ist werktags von 10 bis 19 Uhr geöffnet und soll Menschen zu einer Spende in Kombination mit einem Einkaufsbummel bewegen.

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Anlass für den Weltblutspendetag ist der Geburtstag von Karl Landsteiner am 14. Juni 1868. Der Österreicher gilt als Pionier der Transfusionsmedizin und entdeckte das System der Blutgruppen.

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Die Blutgruppen A und 0 gibt es am häufigsten

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost gibt ein regelmäßiges Update darüber, für welche Blutgruppe Konserven fehlen und wo die Vorräte ausreichend sind. In vier von acht Blutgruppen (A+, A-, 0+ und 0-) ist die Lage demnach „bedrohlich“, es werden also dringend Spenden gebraucht. Für die Blutgruppe B- ist der Status demnach „niedrig“, in den übrigen Blutgruppen normal.

Die Blutgruppen sind allerdings nicht gleichmäßig in der Bevölkerung verteilt, die Blutgruppen A und 0 sind mit zusammen 84 Prozent deutlich weiter verbreitet als B und AB. Es handelt sich nicht um ein Berliner oder Brandenburger Phänomen, DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt spricht von einer „bundesweit kritischen Versorgungslage“.

Bei einer Transfusion müssen in der Regel die Blutgruppe des Spenders und des Empfängers übereinstimmen. Blutgruppenunverträglichkeiten können bei einer Transfusion zu lebensgefährlichen Reaktionen führen. Ausnahme: Menschen mit der Blutgruppe 0 (sogenannte Universalspender).

Auf der DRK-Website sind sämtliche Blutspendetermine für Berlin und Brandenburg aufgelistet – dafür einfach die Postleitzahl das Wohnorts in die Suchmaske eingeben. Außerdem hat das DRK eine kostenlose Hotline geschaltet: 0800/1194911.

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DRK: Nur 3,5 Prozent der Deutschen gehen zur Blutspende

Jeder dritte Bundesbürger ist laut DRK statistisch gesehen mindestens einmal im Leben auf ein Blutprodukt angewiesen. Zur Blutspende gingen aber lediglich 3,5 Prozent der Menschen in Deutschland.

Laut Rotem Kreuz ist die Blutkonservenknappheit auch dem demografischen Wandel geschuldet: Immer mehr ältere Patienten stünden immer weniger potenziellen Blutspendern gegenüber.

Männer dürfen öfter Blut spenden als Frauen

Auch der Verband der Ersatzkassen in Berlin und Brandenburg rief zum Blutspenden auf und wies darauf hin, wer spenden darf: Potentielle Blutspenderinnen und Blutspender müssen demnach volljährig sein sowie mindestens 50 Kilogramm wiegen. Frauen dürfen viermal in zwölf Monaten Blut spenden, Männer sechsmal.

Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin wies darauf hin, dass derzeit aufgrund von Urlauben, Ferien und dem Wegfall der Corona-Beschränkungen bei Reisen und Freizeitaktivitäten zu wenige Menschen Blut spendeten. „Die daraus entstehende Knappheit ist gerade jetzt besonders kritisch, da in den Kliniken aktuell viele Operationen nachgeholt werden, die zuvor aufgrund der Pandemie verschoben wurden“, so der Vorsitzende Hubert Schrezenmeier.

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Private und kommunale Blutspendedienste bieten Blutspendern eine Aufwandsentschädigung an. Beim Deutschen Roten Kreuz gibt es diese nicht. Im neuen Zentrum im Alexa erhalten Spender aber beispielsweise einen Essensgutschein.

Von MAZonline

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