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Ehrenzeichen im Brand- und Katastrophenschutz

Für Mut und Selbstlosigkeit: Woidke und Stübgen ehren Waldbrandhelden und Retter

Im Trebbiner Ortsteil Lüdersdorf brannte im Frühjahr ein Haus aus. Zwei Jugendliche retteten damals ein Ehepaar. Nun werden sie dafür ausgezeichnet.

Im Trebbiner Ortsteil Lüdersdorf brannte im Frühjahr ein Haus aus. Zwei Jugendliche retteten damals ein Ehepaar. Nun werden sie dafür ausgezeichnet.

Beelitz. Hohe Auszeichnung für Brandenburgs Brandbekämpfer und mutige Retter: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Innenminister Michael Stübgen (CDU) haben bei einem Festakt in Klaistow (Potsdam-Mittelmark) Ehrenzeichen im Brand- und Katastrophenschutz sowie die Rettungsmedaille des Landes Brandenburg verliehen. Insgesamt 57 Frauen und Männer wurden für besondere Leistungen und mutiges Handeln ausgezeichnet. Hinter den Feuerwehrleuten liegt erneut eine anstrengende Waldbrandsaison mit zahlreichen belastenden Einsätzen.

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„Viele Brandenburgerinnen und Brandenburger verdanken Ihnen die Rettung ihres Zuhauses, andere Menschen haben durch Ihren Einsatz überlebt“, sagte Ministerpräsident Woidke, der die Ausgezeichneten für ihr „beeindruckendes Engagement, ihre berufliche Leidenschaft und ihren selbstlosen Mut“ lobte. „Gerade die Einsätze im Sommer gingen körperlich und seelisch an die Substanz“, sagte er. „Sie alle haben bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände oder bei einer Vielzahl anderer Einsätze einmal mehr Ihr Leben für die Allgemeinheit riskiert.“

Stübgen: „selbstlos und uneigennützig“

Innenminister Stübgen erklärte, das Ehrenzeichen und die Rettungsmedaille seien „Ausdruck tiefempfundener Wertschätzung“. „Wer selbstlos und uneigennützig in Sekundenschnelle Entscheidungen trifft, Verantwortung übernimmt und dabei an die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen geht, dem gebührt der Dank unseres Landes“, sagte er.

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Die Ausgezeichneten würden nicht selten Freizeit und Privatleben opfern. „Wenn sich woanders Freunde treffen oder Familien zusammen sind, setzen sie sich für die Gesellschaft ein“, sagte der Innenminister. „Dieses überwiegend ehrenamtliche Engagement, das couragierte und ausdauernde Eintreten für das Wohl und die Sicherheit in Brandenburg, kann anderen nur als leuchtendes Beispiel dienen. Zu Recht können sie sich als wahre Vorbilder bezeichnen.“

Neben den Ehreneichen im Brand- und Katastrophenschutz wurden auch Rettungsmedaillen für Alltagshelden vergeben. Die Medaille geht in diesem Jahr unter anderem an die beiden jungen Retter Norman Mulka und Jonas Werner. Sie hatten im Mai nach einem Diskobesuch ein Feuer in ienem Wohnhaus in Lüdersdorf (Teltow-Fläming) entdeckt und selbstlos gehandelt: Sie traten die Tür ein und holten ein völlig verstörtes Rentner-Ehepaar aus dem brennenden Haus.

Ehrenzeichen und Rettungsmedaille

Ehrenzeichen im Brandschutz werden an Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufs-, Betriebs- und Werkfeuerwehren verliehen. Darüber hinaus kann das Ehrenzeichen im Brandschutz als Sonderstufe in Gold auch an andere Personen verliehen werden. Das gleiche gilt für das Ehrenzeichen im Katastrophenschutz. Voraussetzung für die Verleihung der Ehrenzeichen sind besondere Leistungen, die erheblich über die regelmäßige Tätigkeit im Brand- und Katastrophenschutz hinausgehen.

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In diesem Jahr wurde das Ehrenzeichen im Brandschutz und im Katastrophenschutz in Gold jeweils einmal verliehen. 34 Brandenburger wurden mit dem Ehrenzeichen im Brandschutz in Silber und zehn mit dem Ehrenzeichen im Katastrophenschutz in Silber geehrt. Elf Bürgern wurde die Rettungsmedaille des Landes Brandenburg verliehen, da sie Menschen unter Einsatz des eigenen Lebens gerettet hatten.

Von MAZ-Online

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