„Jugendtypisches Verhalten“: Nach rechtsextremen Vorfällen an Schule in Burg fast alle Verfahren eingestellt

Die Bus-Haltestelle «Burg Schule» steht vor einer Grund- und Oberschule im Spreewaldort Burg. Ein Lehrer und eine Lehrerin hatten vor einem Jahr einen zunächst anonymen Brandbrief über rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule in Burg veröffentlicht und damit ein breites Medienecho ausgelöst.
Quelle: Patrick Pleul (dpa)
Burg/Cottbus. Die Aufarbeitung der rechtsextremen Vorfälle an einer Schule in Burg (Spree-Neiße) sind juristisch weitgehend abgeschlossen, wie der RBB am Dienstag berichtet. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass von insgesamt sieben Ermittlungsverfahren fünf eingestellt wurden. In einem Fall wird nach Abschluss der Ermittlungen gegen einen Jugendlichen die weitere Vorgehensweise geprüft, ein weiterer Fall wurde bereits im September letzten Jahres an die Staatsanwaltschaft Chemnitz übergeben.
Die Hauptvorwürfe waren das mehrfache Zeigen des Hitlergrußes, Hakenkreuz-Schmierereien und rassistische oder homophobe Inhalte in Chats. Alle Verfahren richteten sich gegen Minderjährige. In einem Fall wurden die Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte wegen ihrer Strafunmündigkeit eingestellt. Die anderen waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 16 Jahre alt.
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Rechtsextreme Vorfälle in Burg: Brandbrief-Lehrer wechselten die Schule
Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung des Verfahrens damit, dass der Tat „ein jugendtypisches, unreflektiertes und gruppendynamisches Verhalten zugrunde gelegen“ hätte.
Im April 2023 hatten Lehrer der Schule in Burg in einem offenen Brief öffentlich rechtsextreme, rassistische und homophobe Vorfälle gemeldet. Sie berichteten von fehlender Reaktion auf Beschwerden und wurden daraufhin angefeindet und bedroht. Schließlich wechselten sie die Schule – der Lehrer Max Teske etwa ging nach Brandenburg/Havel.
MAZ










