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Trauer

Gedenkgottesdienst für die vier ermordeten Oberlinhaus-Bewohner

Vier weiße Rollstühle stehen bei einem Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche für die getöteten Bewohner des Oberlinhauses.

Vier weiße Rollstühle stehen bei einem Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche für die getöteten Bewohner des Oberlinhauses.

Potsdam. Die Morde an vier Bewohnern eines Wohnheims für behinderte Menschen in Potsdam vor einem Jahr haben bundesweit für Entsetzen gesorgt. Ein Jahr danach erinnert der Träger des Heims, der Verein Oberlinhaus, am Donnerstag mit einem öffentlichen Gedenkgottesdienst an der Oberlinkirche um 16.30 Uhr unter freiem Himmel an die getöteten Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei werden Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (beide SPD) sprechen. Der Theologische Vorstand des Heimträgers, Pfarrer Matthias Fichtmüller, eröffnet den Gottesdienst.

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Gedenkort wird vorbereitet

Im Rahmen des Gedenkens, das allen Bürgerinnen und Bürgern offen steht, werden vier Glasstelen in Regenbogenfarben präsentiert. Sie sollen symbolisch für die vier getöteten Bewohnerinnen und Bewohner an einem Gedenkort auf dem Gelände des Oberlinhauses an sie erinnern. Der Gedenkort wird am Donnerstag noch nicht eingeweiht, weil auf dem dafür vorgesehenen Ort noch Umbauarbeiten vorgenommen werden. Sie sollen nach Angaben des Oberlinhauses im Herbst abgeschlossen sein.

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Der Oberlin-Prozess im Überblick

Vor dem Landgericht Potsdam wurde im Herbst 2021 der Pflegerin Ines R. (52) der Prozess gemacht. Ihr wurde vorgeworfen, am 28. April 2021 vier schwerst behinderte Menschen getötet und eine weitere Person schwer verletz zu haben – kurz vor Weihnachten 2021 fiel das Urteil.

1. Verhandlungstag: Das sagt die Angeklagte über ihr Leben

2. Verhandlungstag: Beschuldigte hatte düstere Vorahnungen

3. Verhandlungstag: Wäre die Bluttat zu verhindern gewesen?

4. Verhandlungstag: Aussage einer Psychiaterin

5. Verhandlungstag: Die Mordopfer aus dem Oberlinhaus

6. Verhandlungstag: Ärzte über die Angeklagte kurz nach der Tat

7. Verhandlungstag: Die Leute abgearbeitet „wie ein Amokschütze“

8. Verhandlungstag: Polizisten berichten vom Tatort

9. Verhandlungstag: Angeklagte: „Fünf reichen mir“

10. Verhandlungstag: Eine „abgrundtief böse“ Tat

11. Verhandlungstag: Urteil: Mit unbedingtem Tötungswillen

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Täterin zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

In dem Wohnheim in Potsdam waren am 28. April vergangenen Jahres vier Bewohner zwischen 31 und 56 Jahren auf ihren Zimmern mit einem Messer getötet worden. Eine 43-jährige Bewohnerin überlebte den Angriff nach einer Notoperation. Eine Pflegekraft, die viele Jahre dort gearbeitet hatte, war im Dezember 2021 vom Landgericht Potsdam wegen vierfachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht ordnete die Einweisung der 52 Jahre alten Deutschen in die Psychiatrie an.

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Von RND/dpa

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