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Atempause

Großbrand bei Jüterbog derzeit unter Kontrolle: Noch keine Entwarnung

Noch immer gibt es viele Glutnester auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg, so dass der Einsatz der Feuerwehrleute weitergeht.

Noch immer gibt es viele Glutnester auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg, so dass der Einsatz der Feuerwehrleute weitergeht.

Jüterbog. Einsatzkräfte haben die Lage im Waldbrandgebiet bei Jüterbog mehr und mehr unter Kontrolle bekommen. Der Landkreis Teltow-Fläming wollte am Sonntag aber noch keine Entwarnung geben. Die Lage sei weiter ernst, sagte ein Sprecher. Es gehe darum, Glutnester konsequent zu bekämpfen und die Lage genau zu beobachten.

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Glutnester, an denen das Feuer wieder aufflammen könnte, gab es vor allem noch bei Felgentreu und Keilberg. Dort sei es immer wieder zu leichter Rauchentwicklung gekommen. Derzeit sei der Wind aber zu schwach, um für Funkenflug zu sorgen, sagte der Sprecher.

164 Einsatzkräfte mit 31 Fahrzeugen

Nach Angaben des Kreises waren am Sonntagmittag 164 Einsatzkräfte mit 31 Fahrzeugen vor Ort. Der Sprecher hatte zunächst von 123 Einsatzkräften mit 25 Fahrzeugen gesprochen. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) hatte bereits am Samstag angekündigt, bis Mittwoch alle Kräfte in Bereitschaft zu halten.

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Unterstützt wurden die Feuerwehrleute am Boden bei ihrem Einsatz auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz auch aus der Luft. Zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei beflogen vor allem das Gebiet bei Keilberg, wie der Landkreis weiter mitteilte. Zudem befinde sich eine Drohne zur Aufklärung in der Luft, die Fotos macht, sagte der Kreissprecher.

Ein weiterer Hubschrauber suchte mittels Wärmebildkamera nach Glutnestern. Anhand der Bilder sollte laut dem Sprecher des Landkreises entschieden werden, ob die Großschadenslage am Montag aufgehoben werden kann. Dann wären die Gemeinden für die weitere Beobachtung zuständig.

744 Hektar betroffen –das sind 1000 Fußballfelder

Die Einsatzkräfte kämpfen seit Tagen gegen die Flammen des Großbrandes. Betroffen war am Sonntag eine Fläche von 744 Hektar - das entspricht mehr als 1000 Fußballfeldern. Schwierig war der Einsatz der Feuerwehrleute auch deshalb, weil auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz noch immer alte Munition lagert. Bis 1992 wurde das Gelände militärisch genutzt. Blindgänger blieben liegen, alte Kampfmittel bildeten mittlerweile eine dicke Schicht im Erdboden. In den vergangenen Jahrzehnten verrotteten sie und wurden damit unberechenbar.

Bei einem weiteren Waldbrand in Altsorgefeld im Amt Dahme/Mark hat der Landkreis die Brandsicherheitswache an die Bundesforstverwaltung übergeben. Die Bundesstraße 87 sei am Samstagabend wieder freigegeben worden, hieß es.

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Von RND/dpa

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