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Bahn

Hier soll der Nahverkehr in Brandenburg ausgebaut werden

Berlin. Schneller, besser, öfter: Um den Nahverkehr in der Hauptstadtregion langfristig zu stärken, arbeiten die beiden Länder Berlin und Brandenburg seit einigen Monaten intensiv zusammen. Mit mehreren Millionen Euro jährlich sollen umfangreiche Prüf- und Planungsprozesse finanziert werden. Mindestens zweimal im Jahr will sich der neu gegründete Lenkungskreis treffen, um über die Umsetzung von acht konkreten Projekten zu entscheiden.

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Acht konkrete Projekte sollen den Nahverkehr im Raum Berlin/Brandenburg verbessern.

Acht konkrete Projekte sollen den Nahverkehr im Raum Berlin/Brandenburg verbessern.

Die Heidekrautbahn kommt wieder

Deutliche Fortschritte gibt es bei der Reaktivierung der Heidekrautbahn. Sie führte bis zum Mauerbau von Berlin-Wilhelmsruh zum Wandlitzer Ortsteil Basdorf (Barnim). Der Lenkungskreis beginnt nun mit den Plänen, gebaut werden könnte ab 2021.

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Viele Teile der Heidekrautbahn sind zugewachsen oder bereits ganz verschwunden.

Viele Teile der Heidekrautbahn sind zugewachsen oder bereits ganz verschwunden.

Der Prignitz-Express fährt alle 30 Minuten

Die Planungen zur Taktverdichtung des Prignitz-Express sind abgeschlossen. Mit zwei Maßnahmen soll der 30-Minuten-Takt zwischen Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) und Berlin erreicht werden, kündigte Schneider an. Oberhavel Landrat Ludger Weskamp (SPD) sagte dazu: "Das sind bahnbrechende Nachrichten für alle Pendler in Oberhavel."

Dafür wird zunächst der Ausbau der Bahnhöfe in Kremmen und Wustrau-Randsleben (Oberhavel) geplant. 28 Millionen Euro sollen nötig sein. "Wir beginnen jetzt mit den Verhandlungen über die Finanzierungsvereinbarung", erklärte die Infrastrukturministerin. Der RE 6 könnte dann zwischen Neuruppin und Hennigsdorf tagsüber zweimal in der Stunde verkehren. In einem weiteren Schritt müsse die S-Bahn bis Gesundbrunnen zweigleisig ausgebaut werden, so Schneider.

Stammbahn: Entscheidung frühestens im Herbst

Bereits 2017 haben sich Bahn und Länder auf die Wiederbelebung der stillgelegten Potsdamer Stammbahn geeinigt. Sie könnte die Brandenburgische Landes- mit der Bundeshauptstadt verbinden – mit Halt im stark wachsenden Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark).

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Bisher verkehren die S-Bahnen von Potsdam nach Berlin über die Trasse der Stadtbahn. Die Stammbahn könnte Entlastung schaffen.

Bisher verkehren die S-Bahnen von Potsdam nach Berlin über die Trasse der Stadtbahn. Die Stammbahn könnte Entlastung schaffen.

S-Bahn-Anschluss für Falkensee und Rangsdorf

Mögliche S-Bahn-Verlängerungen in den Speckgürtel sind ebenfalls Teil der Entwicklungsprojekte. Erst kürzlich gab Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Entscheidung für den Bau der S-Bahn nach Rangsdorf (Teltow-Fläming) bekannt.

Auch die Pendlerstrecke zwischen Nauen (Havelland) und Berlin-Spandau könnte durch einen S-Bahn-Halt in Falkensee entlastet werden. Auf dieser Strecke stehen zudem Varianten mit schnelleren oder mehr Regionalexpress-Verbindungen ins Havelland zur Debatte.

Taktverdichtung zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt

Die mit dem Entwurf des neuen Nahverkehrsplans für Brandenburg im Oktober 2017 bekannt gegebene Taktverdichtung des Regional-Express 1 ist gleichzeitig Bestandteil des Infrastrukturprojektes beider Länder. Der RE 1 fährt von Brandenburg an der Havel über Potsdam und Berlin nach Frankfurt (Oder) und zurück derzeit zweimal in der Stunde. Ab Dezember 2022 soll die Verbindung zu einen 20-Minuten-Takt wachsen.

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Der Regional-Express 1, hier am Bahnübergang Götz, soll ab Ende 2022 dreimal pro Stunde verkehren.

Der Regional-Express 1, hier am Bahnübergang Götz, soll ab Ende 2022 dreimal pro Stunde verkehren.

Zweigleisiger Ausbau für Regional-Express nach Cottbus

Weil Prognosen bis 2030 eine Verdopplung der Fahrgastzahlen prophezeien, ist der Handlungsbedarf auf der Strecke Berlin-Cottbus besonders groß. Hier sei eine der vielen Stellen im Land, "an denen wir bisher an die Grenzen der Infrastruktur stoßen", erklärte Verkehrsministerin Schneider. Der RE 2 soll auf dieser Strecke ab Ende 2022 nicht mehr im Stunden- sondern im Halbstunden-Takt fahren.

Dafür müssen die beiden Engpässe – am Bahnhof Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) und zwischen Cottbus und Lübben – zweigleisig ausgebaut werden. „Die Vorplanungen sind abgeschlossen“, berichtete Schneider. Erste Finanzierungsvereinbarungen seien bereits unterschrieben.

Planungen auch für bessere Pünktlichkeit

Neben den Planungen für den Ausbau von S-Bahn-Strecken widmet sich eine Projektgruppe der Verbesserung des S-Bahn-Netzes insgesamt. Ziel ist es unter anderen, die Pünktlichkeit zu erhöhen. Dazu wird beispielsweise die Beseitigung eingleisiger Streckenabschnitte und die Erhöhung der Geschwindigkeit auf einzelnen Abschnitten geprüft. Auch Aspekte der Energieversorgung und Abstellkapazitäten werden dabei berücksichtigt.

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Von Victoria Barnack

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