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Anwohner dürfen in ihre Wohnungen

Nach Explosion in Lychen: Spezialfirma entdeckt Gasleck

Die Bäckerei im Stadtzentrum wurde durch eine heftige Explosion am frühen Freitagmorgen zerstört.

Die Bäckerei im Stadtzentrum wurde durch eine heftige Explosion am frühen Freitagmorgen zerstört.

Lychen.Nach einer Gasexplosion in der Kleinstadt Lychen in der Uckermarck sind die 24 evakuierten Menschen am frühen Freitagabend wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Das teilte die Polizei mit. Der zuständige Gasanbieter hatte während der Nacht die Gaswerte rund um die Reste des explodierten Doppelhauses überwacht, in dem sich am Freitagmorgen die Explosion ereignet hatte. Dabei wurde eine 55 Jahre alte Mitarbeiterin in einer in dem Haus befindlichen Bäckerei schwer verletzt. Danach wurden die Bewohner der umliegenden Häuser in Sicherheit gebracht.

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Am Samstagmorgen wurde bekannt, dass ein Gasleck am Ort des Unglücks entdeckt worden sei. Es seien aber keine weiteren Maßnahmen erforderlich, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Uckermark am Samstag auf Anfrage. Weitere Auskünfte konnte der Polizeisprecher nicht geben. Der Unglücksort werde von einer Spezialfirma überwacht, die weiter Messungen der Gaskonzentration vornehme, sagte er.

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Bäckerei-Mitarbeiterin bei Explosion schwer verletzt

Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauerten an. Cotte-Weß bestätigte, dass Mitarbeiter in einer nahe gelegenen Bankfiliale in den Tagen zuvor Gasgeruch wahrgenommen hätten. Daraufhin habe eine Firma noch bis Freitagfrüh um 2.00 Uhr an der Gasleitung gearbeitet. Ob es einen Zusammenhang mit der anschließenden Explosion gab, sei aber bislang unklar, betonte Cotte-Weiß. Zuerst hatte der RBB über diese Arbeiten berichtet.

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Die Explosion mitten im Herzen der Stadt hatte die Kleinstadt Lychen in der Uckermark am frühen Freitagmorgen um kurz vor 5 Uhr erschüttert. Als die Bäckerei-Mitarbeiterin dort war, ertönte ein Knall. Die Frau habe Gesichtsverletzungen durch Splitter erlitten, teilte die Polizei mit. Sie wurde nach Angaben der regionalen Leitstelle mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Berlin geflogen. Dort, wo ein Teil des Hauses stand, ist nur noch ein Schuttberg vorhanden. Trümmer liegen übereinander. Eine Hauswand ragt noch in die Höhe und steht wie ein Solitär. Die Explosion hat von dem anderen Teil des Hauses die Außenwand weggerissen. Das Haus ist nach Angaben der Polizei einsturzgefährdet und unbewohnbar.

Die Ursache für die Explosion ist noch nicht bekannt. Das Gebäude im Stadtzentrum ist völlig zerstört worden. Vier Nachbarhäuser mussten evakuiert werden.

Die Ursache für die Explosion ist noch nicht bekannt. Das Gebäude im Stadtzentrum ist völlig zerstört worden. Vier Nachbarhäuser mussten evakuiert werden.

Warnung per Katastrophen-App

Das Doppelhaus mit der Bäckerei steht direkt am Markt mitten in der Stadt. Schräg gegenüber ist das barocke Rathaus der Flößerstadt Lychen, die auch Stadt der sieben Seen genannt wird. Der Markt war zunächst noch weiträumig abgesperrt. Die zuständige Leitstelle Nordost warnte über die Katastrophen-App Katwarn Bewohner und Besucher, den Bereich in der Innenstadt weiträumig zu umfahren. Nur wenige Meter entfernt vom Explosionsort liegt das Strandcafé. Die Auswirkungen waren auch dort zu spüren: Strom war vorhanden, aber das Wasser wurde wegen der Ermittlungen vorübergehend abgestellt. „Wir haben heute trotz allem geöffnet“, sagte Mitarbeiterin Annika Blume. „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Denn in dem Café hatte sich eine Hochzeitsgesellschaft angesagt.

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Bei der Explosion wurde eine Mitarbeiterin der Bäckerei schwer verletzt.

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Bürgermeisterin Karola Gundlach zeigte sich bestürzt über die Explosion. „So etwas haben wir hier auch noch nicht gehabt“, sagte die parteilose Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe einen Schreck bekommen, als sie das Haus gesehen habe. Ihr sei durch den Kopf gegangen, ob noch jemand im Haus sei.

Von MAZonline/ dpa

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