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Gesundheit

Corona: Mädchen in Brandenburg litten häufiger an Depressionen als Jungs

Während der Corona-Krise litten deutlich mehr Mädchen unter Depressionen. -

Während der Corona-Krise litten deutlich mehr Mädchen unter Depressionen. -

Potsdam. Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren waren besonders von den Folgen der Pandemie betroffen: Laut einer Auswertung der Krankenkasse DAK Gesundheit waren sie im Jahr 2021 zwölf Prozent häufiger wegen Depressionen und 14 Prozent häufiger wegen Angststörungen in Behandlung als vor Beginn der Pandemie. Ebenso wurden den Teenagerinnen doppelt so häufig Antidepressiva verschrieben wie 2019.

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Für den Kinder- und Jugendreport hat die Krankenkasse Behandlungsdaten von rund 41.000 jungen Brandenburgern im Alter zwischen 0 und 17 Jahren ausgewertet.

Jungs verdrängen Probleme eher

Bei Jungen in derselben Altersspanne sank die Zahl der Depressionserkrankungen um 17 Prozent, Angststörungen traten um 9 Prozent weniger häufig auf. Diesen Unterschied erklärt Anke Grubitz, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Brandenburg, damit, dass „Mädchen und Jungen anders mit den Belastungen umgehen, andere Kompensationsstrategien entwickeln“.

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Jungen neigten öfter dazu, psychische Probleme zu verdrängen, etwa durch Medienkonsum, weshalb Experten mittelfristig einen Anstieg der Zahlen psychischer Erkrankungen auch unter Jungen erwarten, so Grubitz.

Bessere Gesundheit – mit einer Ausnahme

Insgesamt sind die Zahlen für die zehn häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern zwischen 5 und 14 Jahren rückläufig. Auch bei Teenagern ab 15 Jahren gibt es außer bei Depressionen und Angststörungen keine negativen Veränderungen, teilweise sinken die Fallzahlen auch.

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Anders als im Bundesdurchschnitt ging in Brandenburg auch während der Pandemie die Zahl an Jugendlichen und Kinder, bei denen eine Essstörung diagnostiziert wurde, kontinuierlich zurück. Allerdings wurden während der Pandemie mehr Jungen im Grundschulalter mit Adipositas, also starkem Übergewicht, festgestellt. Im Vergleich zu 2019 waren Jungen im Jahr 2021 um 14 Prozent häufiger von Fettleibigkeit betroffen.

Von Heinrich Jakunin

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