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Auftakt Familienkompass

Umfrage und Gewinnspiel: Wie familienfreundlich ist Brandenburg?

Mithilfe einer Umfrage, wie die MAZ herausfinden, wie familienfreundlich Brandenburg ist.

Mithilfe einer Umfrage, wie die MAZ herausfinden, wie familienfreundlich Brandenburg ist.

Potsdam. Wie sicher sind Brandenburgs Fahrradwege, wie gut sind die Schulen und Kitas, gibt es genügend Kinderärzte und wo können Familien noch preiswert wohnen? Diese und viele weitere Fragen will die MAZ gemeinsam mit der Märkischen Oderzeitung und der Lausitzer Rundschau in einer landesweiten Umfrage beantworten. Der Familienkompass soll Aufschluss darüber geben, wie lebenswert märkische Kommunen für Familien mit Kindern sind.

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Die groß angelegte Studie wird in Kooperation mit der Agentur „Die Mehrwertmacher“ und unter wissenschaftlicher Begleitung der Evangelischen Hochschule Dresden durchgeführt. Der Fragebogen geht rechtzeitig zum heutigen Internationalen Kindertag online an den Start.

Es gibt nur wenige Untersuchungen zur Zufriedenheit von Brandenburger Familien. Eine Studie im Auftrag des Familienministeriums zeichnete 2019 ein durchwachsenes Bild. Zwar beurteilte die Mehrheit der befragten Familien ihre eigene Situation positiv. Die Zufriedenheit hängt aber demnach stark mit der Höhe des monatlichen Nettoeinkommens ab. Außerdem steigt die Zufriedenheit mit dem Lebensalter der Eltern. Jüngere sind demnach häufig viel pessimistischer.

Machen Sie mit beim Familienkompass 2022

Der Familienkompass ist eine landesweite Umfrage zur Kinder- und Familienfreundlichkeit in Brandenburg. Er ist ein gemeinsames Projekt der Märkischen Allgemeinen, der Lausitzer Rundschau und der Märkischen Oderzeitung.

Die Umfrage ist anonym und findet ausschließlich im Internet statt. Den Fragebogen finden Sie unter www.maz-online.de/familien. Jeder ab 18 Jahren kann sich beteiligen. Die Befragung läuft bis Anfang Juli. Die Daten werden anonym erhoben. Die Ergebnisse werden wir dann im Herbst in der MAZ präsentieren.

Mit jedem beantworteten Fragebogen helfen Sie, die Familien- und Kinderfreundlichkeit in Ihrem Wohnort zu verbessern. Nach der Auswertung gehen wir mit der Politik in den Dialog und berichten detailliert – auch, um auf mögliche Defizite hinzuweisen.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir einen Ostsee-Familienurlaub im Wert von bis zu 1.300 € und viele weitere tolle Preise.

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Corona-Pandemie war herausfordernd für Familien

Die Corona-Pandemie stellte Brandenburgs Familien vor eine besondere Herausforderung, wie aus einer Untersuchung der Fachhochschule Potsdam zeigte. Die Mehrheit der Eltern fühlte sich schlicht alleine gelassen und nicht ausreichend gesehen und gehört. Knapp die Hälfte der Befragten erlebte sich als psychisch enorm belastet, es kam zu einem spürbaren Zuwachs an Konflikten innerhalb der Familie und Beziehungen. Fast alle Eltern einte die Sorge um die seelische Gesundheit ihrer Kinder.

Was Brandenburgs Familienfreundlichkeit angeht, sieht Danilo Fischbach, noch viel Luft nach oben. „Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich Brandenburg in der Mitte einordnen“, sagt der Sprecher des Landeskitaelternbeirates. Der Staat muss aus seiner Sicht viel mehr Ideen und Anreize entwickeln, um die niedrige Geburtenrate zu steigern. „Wenn Eltern arbeiten müssen, muss ihnen ein Platz zur Kinderbetreuung angeboten werden. Aber die Kita-Öffnungszeiten sind an die modernen Arbeitszeiten nicht angepasst“, kritisiert er. Es sei ein Unding, dass das Armutsrisiko für Eltern und Alleinerziehende steige.

Immer mehr Menschen ziehen in den Speckgürtel

Die Geburtenrate in Brandenburg sinkt kontinuierlich seit dem Jahr 2016 – im Jahr 2020 lag sie bei 1,6 Kindern je Frau. In Berlin ist die Rate noch niedriger, dort liegt sie bei 1,4 Kindern. Trotzdem wächst Brandenburgs Bevölkerung: Immer mehr Menschen zieht es aus Berlin in den Speckgürtel. Laut einer Bevölkerungsprognose des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg wird die dortige Bevölkerung bis 2030 voraussichtlich um 8,4 Prozent wachsen. Gerade hier gibt es durch den Zuzug große Wachstumsschmerzen: Es fehlt an Baugrundstücken, Kita-Plätze sind rar und die Schulen platzen aus allen Nähten.

Häufig, so Danilo Fischbachs Beobachtung, verschanze sich die Verwaltung hinter Paragrafen und Formularen, anstatt jungen Eltern beratend und unterstützend beiseitezustehen. Das beginne mit der Kita-Platz-Suche oder der Beantragung des Kindergelds und setze sich bei der Schulplatzsuche fort. „Es gab früher auf dem Land die Devise: Kurze Beine, kurze Wege. Das gilt heute nicht mehr. Die Schullandschaft ist zu sehr aus einer Verwaltungsperspektive und zu wenig aus der Kinderperspektive heraus gedacht.“

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Von Torsten Gellner und Lena Köpsell

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