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Dehoga

Mehrheit der Hotels und Gaststätten in Brandenburg bangen um Existenz

Hinter einem Gitter an einem geschlossenen Restaurant stehen Stühle (Symbolbild).

Hinter einem Gitter an einem geschlossenen Restaurant stehen Stühle (Symbolbild).

Potsdam. Die Mehrheit der Hotels und Gaststätten in Brandenburg sieht sich in der Corona-Pandemie laut einer Umfrage in ihrer Existenz gefährdet - auch wegen fehlender finanzieller Hilfen. 70 Prozent der Betriebe befürchteten eine Pleite, wie eine Befragung des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga) ergab. Rund 17 Prozent der Befragten denken demnach über die Aufgabe ihres Betriebes nach. Für Dehoga-Präsident Olaf Schöpe sind die Zahlen ein „Alarmsignal“. „Wenn wir nicht 30 Jahre Aufbauarbeit im Tourismus in Brandenburg riskieren wollen, dann ist es jetzt höchste Zeit zu handeln“, sagte er am Montag. Bei 30 Prozent der Unternehmen hätten bereits Mitarbeiter gekündigt, um in eine andere Branche zu wechseln.

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Schöpe kritisierte vor allem die fehlenden finanziellen Hilfen für die Branche. Bei der überwiegenden Mehrheit seien außer 10.000 Euro Abschlagszahlung kurz vor Weihnachten noch keine Hilfen angekommen, berichtete er. Schöpe zeigte Verständnis dafür, dass in einer Pandemie nicht alles vorher planbar sei. Nicht verstehen könne er, dass man fast 3 Monate brauche, um zugesagte Hilfen auszuzahlen. Laut Umfrage hätten zudem nur 17,4 Prozent der Unternehmen Überbrückungshilfe I und 10,4 Prozent Überbrückungshilfe II erhalten.

Olaf Schöpe, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga).

Olaf Schöpe, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga).

Schöpe erwartet klare Signale von der Politik

Der Dehoga-Präsident hob hervor, dass fast 50 Prozent der Gastronomen mittlerweile einen Abholservice angeboten haben, ein großer Teil sogar einen Lieferdienst. „Das beweist, dass wir arbeiten und nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein wollen.“ Von der Politik erwarte er klare Signale, auch für die Zeit nach dem Lockdown. Die Verlängerung des verringerten Mehrwertsteuersatzes auf Speisen wäre so ein Signal, schlug Schöpe vor. Wegen fehlenden Umsatzes habe dieses „Unterstützungsinstrument“ bislang nicht greifen können.

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Von RND/dpa

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