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Bildung in Brandenburg

Pflegeausbildung gestaltet sich durch Corona schwieriger

Eine junge Frau hält in einem Seniorenpflegeheim die Hände eines alten Mannes (Symbolbild).

Eine junge Frau hält in einem Seniorenpflegeheim die Hände eines alten Mannes (Symbolbild).

Potsdam.Die Corona-Krise hat sich in Brandenburg negativ auf die Ausbildung von Lehrlingen in Pflegeberufen ausgewirkt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zwar haben die Sozialverbände die Ausbildung nicht komplett einstellen, aber organisatorisch umstellen müssen. „So wurde der schulische Anteil der Ausbildung weitestgehend auf Homeschooling umgestellt“, sagte die Sprecherin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Brandenburg, Fanni Brinkmann.

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Hygienevorschriften erschweren Einsatz

Zugleich erschwerten gesteigerte Hygienemaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen in den Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege den praktischen Einsatz. Als Homeschooling wird Unterricht per Computer von zuhause aus bezeichnet.

Wegen der Corona-Pandemie konnte der Theorieunterricht an der Altenpflegeschule des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) im März und April nicht stattfinden. „Um die Ausbildungen trotzdem ohne Beeinträchtigungen fortführen zu können, wurde stattdessen der Praxisunterricht in den Einrichtungen vorgezogen, der sowieso Teil der Ausbildung ist“, berichtete die Sprecherin des DRK Brandenburg, Marie-Christin Lux.

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Ausbildung lange auf eigene Einrichtung beschränkt

Auch im DRK-Seniorenwohn- und Pflegezentrum „Kastanienallee“ in Schwedt/Oder (Uckermark) seien die Auszubildenden vom 19. März bis 15. Mai ausschließlich in der Einrichtung tätig gewesen. „In der DRK-Altenpflegeschule wurde der Theorieunterricht unter Berücksichtigung eines verschärften Hygienekonzepts ab Mai wieder stufenweise aufgenommen“, sagte Sprecherin Lux. Dies sei vor allem für die 15 Pflegeschüler wichtig gewesen, die im Frühjahr 2021 ihre Abschlussprüfungen absolvieren.

Im Unterricht gelten der Sprecherin zufolge penible Abstands- und Hygieneauflagen. „Während normalerweise bis zu 25 Auszubildende in den Klassenräumen sitzen, sind es aktuell maximal 15, um die Sicherheitsabstände einzuhalten“, sagte Lux. Im Klassenraum herrsche Maskenpflicht. Damit sich Klassen nicht begegnen, werde der Unterricht auf den Vor- und Nachmittag verteilt.

Onlineunterricht als Ersatz

Verkleinerte Klassen finden sich auch bei der Pflegeausbildung der Volkssolidarität. Bevor die Theorie im Juni wieder aufgenommen wurde, gab es für die Lehrlinge auch Onlineunterricht, wie die Geschäftsführerin des Volkssolidarität-Landesverbands, Ines Große, berichtete.

Finanzielle Nachteile hatte die Krise für die Lehrlinge in den Verbänden bisher nicht, wie von ASB, Volkssolidarität und DRK zu hören ist. Einige Ortsverbände des ASB - wie etwa der aus Lübbenau/Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) - haben es aufgrund der Corona-Krise sogar schwer, genug Bewerber für die Ausbildungsplätze zu finden. Weil keine Messen und Schulbesuche stattfinden konnten, ist dort die Azubi-Anwerbung kaum vorangekommen. „Das hat sich sehr negativ auf die Bewerberzahlen ausgezahlt hat, bis dato konnten nicht alle zur Verfügung stehenden freien Ausbildungsstellen besetzt werden“, sagte Brinkmann.

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ASB will weiter Anreize für neue Auszubildende schaffen

Mit modernen Einrichtungen und qualifizierter Ausbildung will der ASB jedoch weiter Anreize für potenzielle Lehrlinge schaffen. Neben Azubi-Events hält der ASB-Regionalverband Mittel-Brandenburg für seine Lehrlinge etwas Besonderes bereit: „Der beste Azubi eines Abschlussjahrgangs bekommt ein Auto für ein Jahr“, sagte die Verbandssprecherin.

Von dpa/RND

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