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Folge der globalen Erwärmung

Potsdamer Klimaforscher: Hitzerekorde treten fünfmal häufiger auf als früher

Wenn die Sonne so knallt, ist das nicht angenehm.

Wenn die Sonne so knallt, ist das nicht angenehm.

Potsdam. Die zunehmend häufiger auftretenden Hitzewellen sind nach Auffassung der Potsdamer Klimaforscher das Ergebnis des Klimawandels. „Wetterdaten zeigen, dass Hitzewellen und andere Wetterextreme in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen haben“, sagte Stefan Rahmstorf, Ko-Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Montag.

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Die heißesten Sommer in Europa seit dem Jahr 1500 hätten sich alle seit der letzten Jahrhundertwende ereignet, nämlich in den Jahren 2018, 2010, 2003, 2016 und 2002. „Monatliche Hitzerekorde auf der ganzen Welt treten heute fünfmal häufiger auf, als es bei einem stabilen Klima der Fall wäre“, erklärte der Klimaforscher.

PIK: Folge der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas

Diese Zunahme der Hitzeextreme entspreche dem, was von der Klimawissenschaft als eine Folge der globalen Erwärmung vorhersagt wurde, die verursacht wird durch den steigenden Ausstoß von Treibhausgasen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, so Rahmstorf.

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Berliner und Brandenburger müssen sich in den kommenden Tagen auf extreme Temperaturen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Dienstag und Mittwoch mit starker bis extremer Wärmebelastung. Grund für die Hitzewelle ist heiße Saharaluft, die nach Deutschland strömt. Bei anhaltendem Sonnenschein liegen die Temperaturen am Dienstag bei über 31 Grad, im Norden Brandenburgs möglicherweise bei bis zu 36 Grad. Den Höhepunkt erreicht die Hitzewoche laut den Prognosen am Mittwoch mit 35 bis 39 Grad.

In Indien bis zu 50 Grad

Während in Europa Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius befürchten, habe Indien kürzlich Temperaturrekorde von über 50 Grad Celsius erlebt. „Hitzewellen können eine Gesellschaft hart treffen, etwa indem sie zu zusätzlichen Todesfällen in gefährdeten Gruppen wie bei alten Menschen und Kindern führen“, warnte Rahmstorf. „Außerdem kann eine Kombination von heißen und trockenen Bedingungen regional unter Umständen zu Wasserknappheiten und Ernteausfällen führen.“

Nur eine rasche Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe und damit der CO2-Emissionen kann eine weitere verheerende Zunahme der Wetterextreme verhindern, die mit dem menschgemachten Klimawandel zusammenhängen, sagte der Forscher.

Jetstream wird gestört

Daten des PIK deuten darauf hin, dass sich die sogenannte atmosophärische Zirkulation der Erde verändert. „Die Datenanalyse zeigt, dass sich die normalerweise nach Osten bewegende sommerlichen Windströmungen einschließlich des Jetstreams in den mittleren Breitengraden der nördlichen Halbkugel verlangsamt hat“, sagte der PIK-Forscher Dim Coumou. Die Folge: Heiße und trockene Bedingungen verstetigen sich, sonnige Tage können sich zu gefährlichen Hitzewellen entwickeln.

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„Wir schmelzen das Meereis in der Arktis, was zu der unververhältnismäßig starken Erwärmung in den allernördlichsten Regionen unseres Planeten beiträgt und dadurch wiederum die natürlichen Muster des Jetstreams stören kann“, erklärte Coumou.

Von MAZOnline/gel

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