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Beschluss des Rundfunkrats

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wird fristlos gekündigt

Die Vorsitzende des RBB-Rundfunkrates, Friederike von Kirchbach, äußert sich nach der Sondersitzung des Gremiums.

Die Vorsitzende des RBB-Rundfunkrates, Friederike von Kirchbach, äußert sich nach der Sondersitzung des Gremiums.

Berlin. Der RBB-Rundfunkrats hat am Montag für die sofortige Abberufung von Intendantin Patricia Schlesinger gestimmt. 22 Mitglieder waren dafür, es gab eine Enthaltung und keine Nein-Stimme. Das erfuhr die MAZ aus Teilnehmerkreisen.

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In einem nächsten Schritt müsste der RBB-Verwaltungsrat den Vertrag auflösen. Dabei geht es auch um Details wie eine mögliche Abfindung oder eventuelle Schadenersatzansprüche des RBB gegenüber Schlesinger.

Richtig und konsequent: DJV lobt den Beschluss

Der DJV Berlin/JVBB begrüßte die Entscheidung des Rundfunkrats. Der Beschluss sei „richtig und konsequent“, erklärte Seffen Grimberg, der Landesvorsitzende der Journalistengewerkschaft. „Dass dieser Beschluss fast einstimmig gefallen ist, zeigt, wie nachhaltig die Vertrauensbasis zwischen dem obersten RBB-Gremium und Frau Schlesinger zerstört ist.“

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Es gebe immer noch „deutlich mehr offene Fragen als Antworten“, so Grimberg weiter über die gegen Schlesinger erhobenen Vorwürfe. Deren lückenlose Aufarbeitung sei „wichtiger als eine überstürzte Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger“.

Schlesinger stand seit 2016 an der Spitze des RBB

Patricia Schlesinger war seit 2016 RBB-Intendantin und war dann für eine zweite ab 2021 laufende Amtszeit bestätigt worden. Die Journalistin hatte ihr Amt an der Spitze des Senders am Sonntag vor einer Woche nach anhaltenden Vorwürfen der Vetternwirtschaft, Vorteilsnahme und Verschwendung aufgegeben. Zuvor war sie bereits vom ARD-Vorsitz zurückgetreten, den sie seit Jahresbeginn innehatte.

Inzwischen ermittelt auch die Berliner Generalstaatsanwaltschaft gegen Schlesinger, ihren Ehemann und den ebenfalls zurückgetretenen bisherigen Vorsitzenden des RBB-Verwaltungsrats, den Immobilienunternehmer Wolf-Dieter Wolf.

Von MAZonline/tk

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