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Effekt des M1-Chips

Das neue iPad Air im Test: Was kann die kleine Alternative zum iPad Pro?

Apple-Chef Tim Cook kündigt in einer Videoübertragung aus dem Apple Park in Cupertino eine Neuauflage des iPad Air an.

Das bisherige Alleinstellungsmerkmal des iPad Pro waren das ungeheure Tempo und die nahtlosen Rechenleistungen, etwa bei der Bearbeitung von hochauflösenden Videodateien oder komplexen 3‑D-Berechnungen. Doch jetzt schlägt der Profichip M1 auch als Herz im leichten iPad Air – und befördert so das bisherige Mittelklasse-iPad, dessen Vorteile vor allem das geringe Gewicht und die schlanke Erscheinung waren, in die Spitzengruppe der iPads. Ist die fünfte Generation des leichten Tablets, das ab Donnerstag lieferbar ist, damit nun eine echte Alternative zum iPad Pro?

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Tatsächlich ist das iPad Air mit M1-Chip jetzt bei den allgemeinen Leistungen um 60 Prozent schneller als sein Vorgängermodell – was die Grafikleistungen anbetrifft, sogar doppelt so schnell. Der Trend des aktuellen iPad Mini setzt sich dabei fort: Nicht mehr Größe oder Leistungsfähigkeit entscheiden, sondern Kundinnen und Kunden wollen durchaus beide Vorteile in einem möglichst kompakten Gerät sehen. Dass nun auch die kleineren iPads näher an die beiden professionellen iPad-Pro-Modelle heranrücken, hängt mit dem schnellen M1-Chip zusammen, der Hard- und Software symbiotisch vereint.

Kraftpaket in fünf Farben: das neue iPad Air.

Kraftpaket in fünf Farben: das neue iPad Air.

Klein, leicht und rechenstark: Das geht auch in Richtung Notebook, etwa MacBook Air. Denn ebenso wie das aktuelle iPad Pro ist das neue iPad Air zukunftsorientiert. Technik und Performance sind bereits auf kommende Programme ausgelegt, die die Interaktion zwischen Tablet, Laptop und Tischrechner – zumindest in der Apple-Welt – weiter optimieren sollen. Schon heute kann man etwa auf dem iPad einen Text kopieren und ihn auf dem Desktoprechner einfügen. Die Verzahnung der unterschiedlichen Betriebssysteme scheint unaufhaltsam. Da kommt das neue iPad Air, das wir mit 256 Gigabyte (GB) Speicherplatz und in der Mobilfunk-5G-Version getestet haben, gerade recht.

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Handtaschentauglich mit großem Bildschirm

Denn die schlanken Abmessungen (247,6 mal 178,5 mal 6,1 Millimeter) sind vertraut und bei Tablet-Usern und ‑Userinnen äußerst beliebt. Das Air ist handaschentauglich und hat dennoch in Gestalt des 10,9 Zoll messenden Liquid-Retina-Displays einen hinreichend großen Bildschirm. Der ist beim neuen iPad Air mit allerlei Apple-internen Bildschirmverbesserungen wie dem Umgebungslichtsensor Truetone, einem breiteren Farbspektrum sowie einem Antireflex-Belag ausgestattet.

Das Ergebnis lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: brillant. Unser Beispielbild, ursprünglich aufgenommen mit einem iPhone 13 Pro Max, zeigt den Startbildschirm als Screenshot. Brillanz und Kontrastreichtum sind auch über diesen datenunfreundlichen Umweg noch deutlich zu erkennen.

Blick auf den Startbildschirm des neuen iPad Air (Screenshot).

Blick auf den Startbildschirm des neuen iPad Air (Screenshot).

iPad Air kann jetzt alle Zusatz-Tools nutzen

Das iPad Air kann jetzt alle Zusatz-Tools nutzen, die auch das Flaggschiff iPad Pro aufbessern – den Apple Pencil in zweiter Generation oder das Magic Keyboard mit eingebautem Trackpad. Beide Zubehörteile haben sich auch im Praxistest bewährt. Das iPad Air wirkt mit der Tastatur wie ein zwar kleines, aber doch vollständiges Arbeitsgerät.

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Das gilt übrigens aufgrund des wie bei Schreibtischgeräten abgefederten Keyboards speziell für professionelle Vielschreiberinnen und Vielschreiber. Ein Manko dabei: das Magic Keyboard wiegt mit 600 Gramm mehr als das iPad Air (462 Gramm) und verdoppelt auch die Breite des Geräts. Zudem kann man das iPad samt Keyboard nicht in den Vertikalmodus bringen.

Richtig vielseitig hingegen lässt sich der Apple Pencil (zweite Generation) einsetzen. Verzögerungslos schreibt er nicht nur in Handschrift (die mit der Einstellung „Kritzeln“ simultan und praktisch fehlerfrei Handgeschriebenes in gedruckten Text umwandelt), sondern lässt sich in Standardsoftware etwa von Adobe oder Microsoft auch als Steuerungstool einsetzen.

M1-Prozessor sorgt für komplett ruckelfreie Erlebnisse

Dazu bieten sich für Grafiker und Grafikerinnen oder Hobbymaler und ‑malerinnenn ungeahnte Möglichkeiten, in jedem nur erdenklichen Stil von Bleistiftschraffur bis Aquarell zu illustrieren. Egal, wie komplex dabei die Rechenaufgaben sein mögen, der M1-Prozessor und seine Umgebung sorgen für komplett ruckelfreie Erlebnisse, sei es in Adobe Illustrator oder beim freien Zeichnen und Schreiben, bei dem sich das Air wirklich anfühlt wie ein Grafiktablet.

Um die Interaktion von Schrift, Textumwandlung, Illustration und Foto besonders gut auszuschöpfen, sei hier die App Penbook empfohlen, eine wirklich kreative Weiterentwicklung des scheinbar ewigen Widerspruchs von Handschrift auf dem Rechner.

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Ganz besonders positiv aufgefallen ist das neue Touch-ID-Konzept, das jetzt auch das iPad Air erreicht hat. Im Hochformat bietet sich der rechte Zeigefinger für den Knopf oben rechts an. Dreht man das Gerät in die Horizontale, ist derselbe Knopf an der linken Stirnseite und mit dem linken Zeigefinger bequem zu bedienen. Bisher hatte nur das iPad Mini diese Funktion.

Mit der Software Penbook lassen sich digitale Notizbücher anlegen.

Mit der Software Penbook lassen sich digitale Notizbücher anlegen.

Dass das neue iPad Air jetzt endlich auch über einen USB-C-Anschluss verfügt, mit dem sich erstens Daten schneller transportieren lassen (bis zehn Gigabit pro Sekunde) und zweitens Peripheriegeräte wie Kameras direkt verbinden lassen, macht das handliche Ding wieder ein Stück erwachsener. Auch die Zwölf-Megapixel-Frontkamera für Videotelefonate und die Rückkamera für Fotos und 4K-Videos werten das iPad Air auf und rücken es näher an das iPad Pro heran.

Profi-Tool und Freizeitkumpel

Ob fürs Büro oder für die Freizeit: Das neue Air ist ein vielseitiger und leistungsstarker Begleiter. Sowohl als Streaming- und Internetgefährte auf der Couch wie auch am Laptop angeschlossen im Homeoffice: Das neue iPad Air hat zumindest das kleine iPad Pro mit seiner Bildschirmdiagonale von elf Zoll in Reichweite, nachdem es in Sachen Bildschirm, Kamera und USB-C nahezu gleichgezogen hat. Das zeigt auch ein Preisvergleich. In der gleichen Ausstattung (Wi-Fi und Cellular, 256 Gigabyte) liegen die beiden Geräte nur noch 140 Euro auseinander. Wer also ein bisschen Geld sparen möchte, kann bedenkenlos die günstigere Variante wählen.

iPad Air, ab 679 Euro (64 Gigabyte, nur Wi-Fi), das getestete Modell (256 Gigabyte, Wi-Fi und Cellular) kostet 1019 Euro. Erhältlich in Space-Grau, Rosé, Violett, Blau und Polarstern. Magic Keyboard: 339 Euro, Apple Pencil (zweite Generation): 135 Euro.

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