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Neue Forschungsergebnisse

Einsamkeit lässt uns schneller altern als Rauchen

Einsamkeit wirkt sich stärker auf das biologische Alter aus als Rauchen, hat eine neue Studie ergeben.

Einsamkeit wirkt sich stärker auf das biologische Alter aus als Rauchen, hat eine neue Studie ergeben.

Neben dem echten Alter, das sich nach unserem Geburtstag richtet, gibt es das biologische Alter, das unseren Gesundheitszustand beschreibt. Ungesunde Angewohnheiten wie Tabak- und Alkoholkonsum wirken sich dabei negativ aus – das ist seit Langem bekannt. Nun haben Forschende herausgefunden: Einsamkeit lässt uns sogar noch schneller altern als das Rauchen.

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Forschende nutzen Algorithmus

Das Unternehmen Deep Longevity – ein Entwickler von Rechenmodellen für das biologische Alter – hatte Daten von rund 12.000 Personen aus einer chinesischen Altersstudie neu ausgewertet. Mit einem Algorithmus analysierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Einflussfaktoren auf die Gesundheit im Alter.

In die Berechnungen flossen zum einen die Blutwerte der Studienteilnehmenden ein. So wurde das Vorkommen von 16 „Biomarkern“ in deren Blut untersucht, die Hinweise auf den Gesundheitszustand geben. Zum anderen wurden weitere Informationen wie Gewicht und Größe oder Blutdruckwerte mit einbezogen. Ebenfalls ausgewertet wurden Angaben aus Fragebögen zur psychischen Gesundheit.

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Psychische Faktoren sind relevant

Die Untersuchungen von Deep Longevity ergaben zum einen, dass Menschen mit Herz-, Leber- und Lungenproblemen ein durchschnittlich höheres biologisches Alter hatten. Es zeigte sich aber auch: Psychologische Faktoren, wie sich einsam oder unglücklich zu fühlen, erhöhten das biologische Alter um bis zu 1,65 Jahre. Im Vergleich ließen Einsamkeit und Kummer die Menschen sogar schneller altern als das Rauchen. Sich glücklich, hoffnungsvoll und geborgen zu fühlen trug hingegen zu einem niedrigeren biologischen Alter bei.

Man habe gezeigt, dass die Geschwindigkeit des Alterns in relevantem Ausmaß von psychologischen Faktoren abhängig sei, heißt es in der Studie. „Der beobachtete Einfluss des mentalen Zustands auf das biologische Alter ist bedeutsam und mit den Effekten des Rauchens vergleichbar“, schreiben die Autoren und Autorinnen. Die psychische Gesundheit zu fördern könne daher als Anti-Aging-Maßnahme gesehen werden, deren möglicher Nutzen gleichwertig sei mit dem von Versuchen, die körperliche Gesundheit zu fördern.

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