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Park Sansoucci

Im Schlafzimmer des Preußenkönigs: Paradebett zurück im Neuen Palais

Das Neue Palais im Park Sanssouci.

Das Neue Palais im Park Sanssouci.

Potsdam. Wie sich Preußenkönig Friedrich der Große (1712–1786) und nachfolgende Monarchen gebettet haben, kann im Neuen Palais in Potsdam ab Freitag (3.6.) wieder besichtigt werden. Mit dem Herrenschlafzimmer inklusive Paradebett wurde eine zweijährige Restaurierung abgeschlossen, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) am Donnerstag mitteilte. Das kleine Schlafzimmer ist Teil des Oberen Fürstenquartiers im ersten Obergeschoss an der westlichen Seite des Hauptbaus.

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Bett mit bewegter Geschichte – seit 2013 im Besitz der Schlösserstiftung

Das Paradebett hat der Stiftung zufolge eine bewegte Geschichte. Nach vielen Jahrzehnten im Neuen Palais gelangte es um 1900 in das Berliner Schloss, bevor es 1939 durch die Familie Hohenzollern für das Schloss Celle verkauft wurde. 2013 konnte es von der Erhardt’schen Stiftung Berlin für die SPSG erworben werden. Es wurde restauriert und kehrte nun in sein ursprüngliches Schloss zurück.

Vor allem der zunehmende Zerfall der lichtempfindlichen Seiden habe eine Raumrestaurierung erforderlich gemacht, teilte die Stiftung mit. In der Bettnische (Alkoven) und am schmalen Wandstreifen zwischen Tür und Fenster konnte die historische Seidenbespannung erhalten werden.

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Der hellgrüne Seidendamast mit Palmettmuster - abstraktes Blatt einer Fächerpalme - an den übrigen Wänden des Raums war nach Angaben der Stiftung dagegen zu verschlissen und musste durch eine Kopie des historischen Gewebes ersetzt werden. Ziel der Restaurierungsmaßnahmen war demnach die Wiederherstellung eines einheitlichen ästhetischen Gesamtbildes, das jedoch die Alterung der Oberflächen nicht verdeckt.

Das Neue Palais am westlichen Ende der Hauptallee des Parks von Sanssouci ließ Friedrich der Große nach dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763) zwischen 1763 und 1769 errichten. Geplant war es als Gästeschloss. Vor allem die sogenannten Fürstenquartiere faszinieren noch heute durch ihre kostbare Ausstattung.

Im ersten Inventar des Raums von 1784 sind bereits „Tapeten von grünem Dammast und vergoldten Zierrathen“ aufgeführt. Bei der späteren Nutzung des Apartments durch Kronprinz Friedrich Wilhelm (später Kaiser Friedrich III., 1831–1888) und Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) wurde das obere kleine Schlafzimmer mehrfach renoviert, in seiner Gestaltung aber nicht grundsätzlich verändert.

Von Silke Nauschütz

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