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Punk trifft Virologie

Nichts Besseres zu tun? Christian Drosten kündigt Auftritt mit ZSK an

FSK-Sänger Joshi und der Virologe Christian Drosten

FSK-Sänger Joshi und der Virologe Christian Drosten

Berlin. Mit ihrem Song über den Virologen Christian Drosten („Ich habe besseres zu tun“) hat die Berliner Punkband ZSK in den vergangenen zwei Wochen bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt - und offenbar auch einen neuen Fan gewonnen. Drosten selbst.

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Die Band teilte einem Treffen mit dem Mediziner – dabei wurde er mit einer Vinyl-Single von „Ich habe besseres zu tun“ beschenkt – auf ihrem Twitter-Kanal mit: „Er freut sich sehr über den Song und will das Lied gerne mal live mit uns spielen. Kein Witz! (Er spielt Gitarre.) Sind nur vier Akkorde. Das sollte schnell zu lernen sein.“ Bei Twitter sammelte diese Neuigkeit bis Mittwochmorgen knapp 22.000 Likes.

Vereinzelt mopperten auch User über den angekündigten Gig und witterten einen „Skandal“. Begründung: Die Band stehe der Antifa nahe, sei mithin „linksextrem“. Was man in den sozialen Medien eben so schreibt als rechter Troll. Tatsache ist: ZSK unterstützen seit vielen Jahren die Website „Kein Bock auf Nazis“ und befinden sich damit in guter Gesellschaft (Hosen, Ärzte, Casper, Fettes Brot, Beatsteaks und Deichkind).

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Die Idee für das Lied sei aus einer Bierlaune heraus entstanden, habe auch einen ernsten Hintergrund, hatte ZSK-Sänger Joshi bei der Veröffenlichung am 10. Juli erklärt. "Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Wissenschaftler auf der ganzen Welt täten seit Monaten alles menschenmögliche, um Leben zu retten. "Bei uns gehört auch Christian Drosten dazu, der seit Anfang an mit seiner ruhigen und schlauen Art über das Virus aufklärt", ergänzte Joshi. "Wir finden es furchtbar und erschreckend, dass er dafür angefeindet wird, sogar Morddrohungen erhält."

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Der Songtitel ist übrigens der medialen Kampagne der „Bild“-Zeitung gegen den Viren-Experten und Drostens cooler Reaktion darauf geschuldet. Eine Anfrage des Boulevard-Blatts moderierte er mit dem Satz ab, er habe Besseres zu tun. ZSK kommt die geballte Aufmerksamkeit in diesen Tagen zumindest nicht ungelegen. Am kommenden Montag veröffentlicht die Band ihr neues Studioalbum „Hallo Hoffnung“.

Von Thorsten Keller

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