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Appell in der „Zeit“

Juli Zeh: Ukraine und Russland müssen an den Verhandlungstisch

Julia Barbara Finck, aka. Juli Zeh, Juristin, Schriftstellerin und Verfassungsrichterin am Landesverfassungsricht Brandenburg, Potsdam, Mai 2022

Julia Barbara Finck, aka. Juli Zeh, Juristin, Schriftstellerin und Verfassungsrichterin am Landesverfassungsricht Brandenburg, Potsdam, Mai 2022

Potsdam. Mehr als 20 Intellektuelle fordern in einem offenen Brief in der „Zeit“ eine „diplomatische Großoffensive“, damit die Ukraine und Russland zu einer „zeitnahen Verhandlungslösung kommen“. Nur so könne ein „jahrelanger Abnutzungskrieg mit fatalen lokalen und globalen Folgen“ verhindert werden.

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Der Text ist mit "Waffenstillstand jetzt!" überschrieben ist. Zu den Unterzeichnern gehören die Philosophen Richard David Precht und Svenja Flaßpöhler, "Freitag"-Herausgeber Publizist Jakob Augstein, Filmemacher Alexander Kluge, und TV-Moderator Ranga Yogeshwar. Auch die Brandenburger Bestsellerautorin Juli Zeh ("Über Menschen") hat sich dem Appell angeschlossen.

In dem Appell heißt es unter anderem: „Die westlichen Länder, die die Ukraine militärisch unterstützen, müssen sich fragen, welches Ziel sie genau verfolgen und ob (und wie lange) Waffenlieferungen weiterhin der richtige Weg sind. Die Fortführung des Krieges mit dem Ziel eines vollständigen Sieges der Ukraine über Russland (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist die Rückeroberung aller besetzten Gebiete, inklusive der Krim) bedeutet Tausende weitere Kriegsopfer, die für ein Ziel sterben, das nicht realistisch zu sein scheint.“

Andrij Melnyk schäumt: Pseudo-intellektuelle Versager

Wie zu erwarten war, reagierte der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, auf Twitter empört: „Nicht schon wieder, what a bunch of pseudo-intellectual loosers“ (was für ein Haufen pseudo-intellektueller Versager“). Sie sollten sich endlich mit ihren „defätistischen ’Ratschlägen’ zum Teufel scheren“, schrieb der Diplomat.

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Auch der Militärexperte Carlo Masala (Universität der Bundeswehr/München) äußerte sich auf Twitter ablehnend: „Der nächste Versuch von Menschen, die sich bislang nicht mit internationaler Politik beschäftigt haben (mit zwei Ausnahmen), Dinge zu fordern, ohne Lösungen zu präsentieren.“

Von MAZonline/tk

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