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Bye-bye, Homeofficelook

Maximalismus statt Schlabberlook: Das sind die Modetrends für den Winter

Die neue Wintermode zeigt: Schlabberlook ist out.

Die neue Wintermode zeigt: Schlabberlook ist out.

„Dress up“ ist das Modegebot der Stunde: Der Schlabberlook des Homeoffice gehört nun endgültig der Vergangenheit an. In dieser Saison sind selbst Sportoutfits von Eleganz geprägt. Ein Überblick.

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Bürochic für die Straße

Designerinnen und Designer sind voraus­schauende Menschen. Und so haben viele schon während der Lockdown­phasen in der Pandemie darauf gesetzt, dass früher oder später die Rückkehr ins Büro ansteht – und dass nach der ersten Begeisterung für legere Outfits wieder die Lust auf Business­chic steigt. Die ist sogar so groß, dass das sogenannte Tailoring mit seinen akkurat geschnittenen Hosen, Röcken, Kleidern, Blazern und Blusen in den vergangenen Saisons auch außerhalb des Schreibtischjobs gefragt war.

Der Trend hält an und beeinflusst nunmehr auch Freizeit- und Partylooks. Dabei wird das sonst strenge und sachliche Office-Wear-Prinzip mit für diese Kategorie eher extravaganten Materialien wie Samt, Leder und Satin, kräftigen Farben wie Pink, Knallgrün und Orange und raffinierten Details wie Schlitzen am Hosensaum, auffälligen Kragen, legeren Hemdblusen oder dezent bauchfreien Crop Tops aufgemischt.

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Wer noch die US‑Fernsehserie „Ally McBeal“ aus den Neunziger­jahren kennt, dürfte beim Anblick der nun wieder aktuellen ultrakurzen Miniröcke zu langen Blazern ein Déjà-vu haben. Auch ein anderes It-Piece aus dieser Zeit feiert ein Revival: die Herrenweste. Auf Taille geschnitten erhält sie in der Damenmode vor allem auch deshalb einen besonders femininen Touch, weil sie über engen Shirts oder auf nackter Haut unter dem Blazer getragen wird.

Passend zum Bürochic gibt es in der aktuellen Taschenmode den Schwerpunkt Business Bags. Dabei gelten nicht nur praktische Aspekte wie etwa, dass genug Platz für den Laptop ist. Die Tote Bag fällt auch mit Schriftzügen oder Mustern ins Auge.

Maximale Länge und Weite

Pullover für die bevorstehende kalte Jahreszeit sind nicht nur übermäßig groß, sondern oftmals auch betont hässlich: Ugly Knit heißt der Trend, der mit teilweise psychedelischen Mustern auf ausgeleiert anmutenden Wollpullis aufwartet. Manche Modelle sehen aus wie Omas Bettvorleger aus den Siebziger­jahren, andere sind mit gedeckten Farben und weniger wilden Prints eher gemäßigt und damit massen­kompatibler. Warm und kuschelig wird’s allemal, auch weil sogenannte Coatigans (eine Mischform aus dünnem Mantel und übergroßer Strickjacke), geräumige Pullunder und extrem lange Schals angesagt sind.

Grundsätzlich gibt es nicht nur bei Oberteilen viel Stoff. Auch Mäntel, Hosen, Jacken, Kleider und Röcke sind oft weit und lang. Der Maximalismus dürfte all jenen entgegenkommen, die die derzeit koexistenten Hüftjeans, Miniröcke und bauchfreien Oberteile für sich ausschließen – und schnell frieren.

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Die Gefahr, dass die Maxikleidung unförmig wirkt oder wirklich hässlich aussieht, hält sich derweil in Grenzen: Fließende Stoffe, die Betonung auf der Taille, insbesondere bei Röcken und Kleidern, sowie die Kombination der zeltartigen, bunten Pullover zu schmalen Hosen oder engen Bleistiftröcken sorgt für einen ungewöhnlichen, aber nicht automatisch unattraktiven Look. Die neuen, weit geschnittenen Hosenmodelle, etwa im Palazzostil, verlängern außerdem optisch die Beine. Maximode sorgt in jedem Fall für maximale Aufmerksamkeit.

Partyoutfit zu jeder Tageszeit

Pailletten, Strass und Metallictöne hatten im vergangenen Herbst und Winter bereits Hochkonjunktur. Jetzt setzt sich der Partylook auch im Alltag durch. Silber überstrahlt dabei alles. Um auch tagsüber gekonnt Glanzpunkte zu setzen, gilt als Faustregel: Nur wenige schimmernde Teile zusammen tragen und den Rest der Garderobe nicht zu bunt gestalten, um nicht auszusehen, als wäre man in die Kiste mit dem Weihnachts­schmuck gefallen.

Auch silbrig glänzende Taschen, Gürtel und Schuhe sind angesagt. Bevorzugter Stoff für den täglichen Einsatz ist Satin. Und das nicht nur in Silber. „Satinierte“ Oberteile oder Hosen in Satinoptik gibt es neben Modellen in Schwarz und Weiß auch vermehrt in Cremetönen oder Trendfarben wie Pink und Braun. Für festliche Anlässe stehen sowohl bei Modeketten als auch bei Luxusdesignern jede Menge Kleider, Röcke, Hosenanzüge, Tops und Blusen zur Auswahl, die einen Hauch von Meerjungfrauen- und Prinzessinnenchic verströmen.

Bei den jüngsten Haute-Couture-Schauen wurde deutlich, dass Silber auch den nächsten Frühling und Sommer dominieren wird: Das spanische Label Paco Rabanne etwa präsentierte eine Reminiszenz an die allererste Kollektion des Hauses im Jahr 1966 und zeigte silber­durch­wirkte Kleider, die an Kettenhemden erinnern. H&M nennt den Rückgriff auf Glamour­elemente auf seiner Website „Dekadenz für den Alltag“ und fasst darunter auch Anleihen bei Punk, Grunge, Manga und Gaming. Klingt eher grell als hell, aber gerade in der dunklen Jahreszeit kann man ja auch mal ein bisschen mehr aufdrehen.

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Sportliche Eleganz

Für die junge Coco Chanel war das ausgehende 19. Jahrhundert modemäßig eine „unschöne Zeit“. Sie hasste die engen Korsetts und ausladenden Kleider und bevorzugte für sich selbst Männer­garderobe. Als sie 1913 ihre erste Boutique eröffnete, überraschte und begeisterte sie mit sportlichen Outfits für Damen. Als Inspirations­quellen dienten der Designerin auch in späteren Jahren immer wieder Sportarten wie Tennis und Reiten, die für Outfits von lockerer, aber alltagstauglicher Eleganz standen. Damals musste man weder eine starke Rückhand haben noch sattelfest sein, um in diesen Kreationen eine gute Figur zu machen – ebenso wenig wie heute, wenn man sich für die Herbst- und Wintermode an Labels wie Tory Burch, Hermès, Burberry oder Miu Miu orientiert.

Sie alle feiern in dieser Saison entweder das „Horse Girl“ mit Steghosen, Turnierblazern, derben Jacketts und gesteppten Jacken oder lassen wie Miu Miu und Gucci Anleihen beim Tennissport in Form von Pullundern, Poloshirts und Faltenröcken erkennen. Auch Leichtathletik und Fitnesssport beflügeln weiterhin den schon seit einiger Zeit dominierenden Athleisure Style mit Shorts, Crop Tops, Bralettes und Leggings.

Auch das Kleid bekommt ein sportliches Makeover: Das Sweater Dress ist omnipräsent – nicht nur zu Hause. Der knielange Hoodie löst das Strickkleid ab. Sportliche Eleganz dominiert auch beim Schuhwerk: Gucci und Adidas, die kollaborieren, haben zum Beispiel einen Schuh kreiert, der Sneaker und Loafer in einem ist.

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