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Brandenburg an der Havel

Als man die Regattastrecke im Beetzsee aus dem Boden gestampft hat

Auf der Regattastrecke in Brandenburg an der Havel werden seit 50 Jahren nationale und internationale Wettkämpfe ausgetragen - hier im Jahre 1974.

Auf der Regattastrecke in Brandenburg an der Havel werden seit 50 Jahren nationale und internationale Wettkämpfe ausgetragen - hier im Jahre 1974.

Brandenburg/H.Die Brandenburger Regattastrecke ist vor 50 Jahren geradezu aus dem Boden gestampft worden. Der Deutsche Turn- und Sportbund der DDR hatte beschlossen, das Treffen der Ruderer mit etwa 4000 Sportlern in Brandenburg an der Havel zu veranstalten. Gleichzeitig sollten die DDR-Meisterschaften im Rudern und den Ausscheidungswettkämpfe für die Europameisterschaften laufen.

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Nach der Entscheidung gaben im Juni 1967 der Ruderverband und die Stadtverwaltung ihre Zustimmung zu dem Großvorhaben. Bereits am 15. Oktober 1967 fand am Westufer des Beetzsees der erste Spatenstich statt.

Und schon am 16. Juli 1969 ist das Projekt offiziell übergeben worden. Zehn Tage zuvor hatte die Regattastrecke bei den Kinder- und Jugend-Sportspielen ihre Feuertaufe bestanden.

Vom ersten Tag an wurde beim Bau der Sportanlage improvisiert. Der Finanzplan war herunter gerechnet worden, damit er auch genehmigt wurde. Statt zwei Millionen Mark waren am Ende 5,9 Millionen Mark nötig.

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Das Restaurant der Regattastrecke mit seiner außergewöhnlichen Architektur, hier auf einer Ansichtskarte aus den 1970er Jahre.

Das Restaurant der Regattastrecke mit seiner außergewöhnlichen Architektur, hier auf einer Ansichtskarte aus den 1970er Jahre.

Leiter des Baustabes war Fritz Sumpf, der Chef der Ruderer des Bezirkes Potsdam und zugleich Direktor des Energiekombinates Potsdam. Er ließ seine Beziehungen spielen, um an Baumaterialien zu kommen. So produzierte das Brandenburger Betonwerk außerhalb aller Planungen die Gebäudeteile. Praktisch über Nacht entstand die Bitumenstraße.

Nicht nur Soldaten der NVA, sondern auch Sowjetsoldaten waren im Einsatz. Richtig viel Sand wurde noch 1967 bewegt, als der Hünenstieg etwas weichen musste.

Festakt zum Jubiläum

Zum 50-jährigen Bestehen der Regattastrecke organisiert die Stadt Brandenburg eine Festveranstaltung. Sie beginnt am Sonnabend, 16. Juni, um 16 Uhr im Festzelt auf dem Gelände der Regattastrecke.

In der Einladung der Stadt heißt es: „Wir möchten bei diesem Treffen von ehemaligen und aktiven Sportlern, Vertretern der Vereine und Verbände sowie langjährigen Beschäftigten und Förderern der Regattastrecke einen Rückblick auf fünf erfolgreiche Jahrzehnte werfen.“

Es entstanden der 13,5 Meter hohe Zielrichterturm, der Sanitärtrakt, der 12.000 Quadratmeter große Sattelplatz und die Tribüne für 2000 Besucher. Architektonisches Highlight war die Gaststätte. Aufgrund der außergewöhnlichen Dachform wurde sie Steinadler genannt.

>>Lesen Sie zur Regattastrecke mehr hier

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Nach der Wende wurde wieder viel Geld investiert. So wurde der Kampfrichterturm mit seinen technischen Anlagen saniert, die Sanitäranlagen modernisiert, das gesamte Seilsystem zur Rennstreckenmarkierung erneuert und die Gerätetechnik auf ein hohes technisches Niveau gebracht.

Zur Olympiade 1976 brachte die Post eine Sondermarke mit der Regattastrecke heraus.

Zur Olympiade 1976 brachte die Post eine Sondermarke mit der Regattastrecke heraus.

Im Jahre 2004 wurde dann eine feste Videoleinwand auf dem Wasser installiert. Vor knapp zehn Jahren erfolgte dann noch die Verschiebung des Hünenstiegs. Seither verfügt die Regattastrecke über acht Bahnen, wie im internationalen Rennsport gefordert.

>>Mehr zum Thema erfahren Sie in diesem Beitrag

Von Marcus Alert

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