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Brandenburg an der Havel

Bei Brennabor waren findige Entwickler am Werk

Praktisch: Das simple Schutzblech bewahrte die Schiebenden vor  Spritzern.

Praktisch: Das simple Schutzblech bewahrte die Schiebenden vor Spritzern.

Brandenburg/H. Die Gebrüder Reichstein aus Brandenburg an der Havel haben sich nicht als Geschäftsleute einen Namen gemacht. In ihrem Werk, das sie unter dem Kunstnamen „Brennabor“ zu weltweitem Ruhm führten, gab es findige Entwickler.

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Der Brennabor-Kinderwagen, gebaut um 1910 in Brandenburg an der Havel, ist mit sogenannten Kleiderschonern ausgestattet worden.

Der Brennabor-Kinderwagen, gebaut um 1910 in Brandenburg an der Havel, ist mit sogenannten Kleiderschonern ausgestattet worden.

In der Brennabor-Ausstellung im Industriemuseum entdeckt der Besucher eine Reihe von Kinder- und Puppenwagen, darunter ein Gefährt, das um 1910 angefertigt worden ist. Das Besondere: Die beiden hinteren Räder sind mit Kleiderschonern versehen. Diese schlichten Schutzbleche sollten die Kleider der Mütter, Ammen und anderen schiebenden Damen vor Spritzern bewahren.

In der Serienausstattung wurden diese Schoner allerdings nicht geliefert. Man musste sie extra bestellen – für 1,50 Reichsmark. Das mag aus heutiger Sicht wenig erscheinen. Doch bedenkt, dass so ein Kinderwagen ohne Extras rund 15 Reichsmark kostete, ist der Preis für die Schutzbleche ziemlich hoch.

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Die Brennabor-Wagen sind mit Typenschildern versehen worden, hier ein Puppenwagen von 1925.

Die Brennabor-Wagen sind mit Typenschildern versehen worden, hier ein Puppenwagen von 1925.

Mit der Gründung der Werke im Jahre 1871 hatten die Reichsteins den Bau von Kinderwagen aufgenommen. Die Idee hatte Adolf Reichstein von einer Reise mitgebracht. Da die Familie mit einer Korbmacherei auf dem Markt war, bot sich dieses zusätzliche Produkt. Bis 1945 kamen Kinderwagen aus dem Werk.

Von Heiko Hesse

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