Brandenburg an der Havel

Die Kuchenladys von Gollwitz backen seit 16 Jahren für den guten Zweck

Seit 16 Jahren backen und verkaufen Frauen in Gollwitz einmal im Jahr zum Sommerfest Torten und Kuchen. Den Erlös spenden die Gollwitzerinnen für lauter gute Zwecke.

Seit 16 Jahren backen und verkaufen Frauen in Gollwitz einmal im Jahr zum Sommerfest Torten und Kuchen. Den Erlös spenden die Gollwitzerinnen für lauter gute Zwecke.

Brandenburg/H. Mitte August ziehen mehrere Gollwitzer Frauen Jahr für Jahr durch ihren Ort und klopfen an vertraute Haustüren. Die Kuchenladys vom Festkomitee sind da, sie bereiten das Sommerfest vor und bitten ihre Nachbarinnen im Dorf um eine milde Kuchenspende. Für den doppelt guten Zweck, für die Gemeinschaft der feiernden Leckermäuler und für eine Wohltat.

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Gerade hat der harte weiche Kern von etwa acht Gollwitzerinnen entschieden, dass der Ertrag des Kuchenbasars in diesem Jahr dem Brandenburger Hospiz zugute kommen soll. „Das Hospiz geht uns alle an, eine schwere Krankheit kann jeden treffen“, erklärt Marina Sonnenberg, die seit mehr als 40 Jahren im östlichsten Ortsteil von Brandenburg an der Havel lebt.

Seit 16 Jahren backen und verkaufen Frauen in Gollwitz einmal im Jahr zum Sommerfest Torten und Kuchen. Der Erlös wird gespendet, diesmal ans Hospiz. Das Foto zeigt Marina Sonnenberg, Cornelia Hartmann, Brigitte Maue, Christina Kitzmann, Marina Schenk, Gabi Brüggemann (oben von links) sowie Erna Wegerer und Monika Schröder (unten von links).

Seit 16 Jahren backen und verkaufen Frauen in Gollwitz einmal im Jahr zum Sommerfest Torten und Kuchen. Der Erlös wird gespendet, diesmal ans Hospiz. Das Foto zeigt Marina Sonnenberg, Cornelia Hartmann, Brigitte Maue, Christina Kitzmann, Marina Schenk, Gabi Brüggemann (oben von links) sowie Erna Wegerer und Monika Schröder (unten von links).

Schon seit 16 Jahren drehen Christina Kitzmann, Marina Sonnenberg und ihre Mitstreiterinnen ihre Sommerrunde durch den Ort und werden nie enttäuscht. Man ahnt gar nicht, wieviel Teig- und Cremepotenzial in einem Brandenburger 500-Seelen-Ortsteil steckt.

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Gollwitz ist reich gesegnet mit tollen Bäckerinnen. Zu jedem Fest kommen 30 bis 35 Torten und Kuchen zusammen, die weit oben rangieren auf der nach oben offenen Schlemmerskala.

„Angefangen hat es mit der Nikis erster Wahl zur Ortsvorsteherin vor 16 Jahren“, erzählt Christina Kitzmann. Niki, so wird Nicole Näther genannt, die die Interessen ihres Ortsteils gegenüber dem Brandenburger Rathaus vertritt.

Die Tortenwelt von Gollwitz hat sich rumgesprochen

Seit ihrem Amtsantritt 2006 gibt es das Festkomitee und das alljährliche Sommerfest, das nur in den Corona-Jahren ausgefallen ist. In der ersten Zeit waren es nicht gleich 35 prächtige Torten, die das Kuchenbuffet zierten. Aber inzwischen wissen die Hobbybäckerinnen im Ort Bescheid, wenn es Zeit wird für eine Kuchenspende.

Die Tortenwelt von Gollwitz hat sich herumgesprochen in Brandenburg an der Havel. „Wir haben regelmäßig Gäste aus der Stadt, die zum Sommerfest in unser Dorf kommen und sich den Kuchen schmecken lassen“, erklärt die für ihre schwedische Apfeltorte gerühmte Frau Kitzmann. Und etliche Dorfbewohner nehmen sich gern ein paar Stücke mit nach Hause für die Kaffeetafel am folgenden Sonntag.

Die Qual der Wahl am Kuchenbuffet.

Die Qual der Wahl am Kuchenbuffet.

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Der Preis ist unschlagbar und sollte vielleicht überdacht werden: ein Euro für ein tolles Tortenstück und 50 Cent für die Tasse Kaffee. Trotz dieses Schnäppchen kommt Jahr für Jahr ein stattlicher Betrag zusammen.

Bei 300 bis 350 Euro liegt die Spendensumme, berichtet Schürzenträgerin Marina Sonnenberg. Denn an der Schütze ist die Frauengruppe erkennen: rot-weiß gemustert mit der Aufschrift: „Hier beginnt der Genuss“ und „Hausgemachte Köstlichkeiten“.

Jugendfeuerwehr und Rentnerweihnachtsfeier

Christina Kitzmann, die 1984 nach Gollwitz geheiratet hat, ist die gute Seele der süßen Bewegung. Sie kennt viele Leute im Ort und weiß, wenn zum Beispiel die Jugendfeuerwehr im Ort eine kleine Finanzspritze gebrauchen kann.

Manchmal haben auch die Senioren noch nachträglich etwas vom sommerlichen Kuchenverkauf. Dann wird von dem Erlös eine Weihnachtsfeier für die Gollwitzer Rentner organisiert. In diesem Jahr bleibt das Geld erstmals nicht im Dorf. Weil die Hospizarbeit so wichtig sei, erklären die Gollwitzerinnen.

Das Kuchenbuffet ist am Ende des Fests in der Regel leergefegt, für den Rest erbarmt sich ansonsten der Feuerwehrnachwuchs. Aber wenn immer 30 oder mehr Frauen mitbacken: Was ist, wenn plötzlich fünf Käsekuchen auf der großen Tafel stehen? „Macht gar nichts“, versichert Christina Kitzmann. „Denn jeder Kuchen schmeckt anders und auf seine ganz eigene Art gut.“

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