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Brandenburg an der Havel

Brutaler Überfall auf Schüler bleibt ungesühnt

Vor dem Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof wurden die Jugendlichen im vergangenen April überfallen.

Vor dem Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof wurden die Jugendlichen im vergangenen April überfallen.

Brandenburg/H. Am Rande der Pressekonferenz zur Kriminalstatistik 2018 erklärte Inspektionsleiter Mathias Tänzer, warum niemand angeklagt wurde wegen des brutalen Angriffs auf zwei Schüler am 13. April 2018 vor dem Gesundheitszentrum Brandenburg/Havel.

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Der Brandenburger Polizei sei es zwar wie angekündigt gelungen, die Tätergruppe zu ermitteln, aus der heraus ein damals 15 Jahre alter Brandenburger zusammengeschlagen und schwer am Kopf verletzt wurde. Doch hätten weder die Aussagen der Zeugen noch Videoaufnahmen eindeutig den Einzelnachweis erbracht, wer aus dieser Gruppe die schwere Körperverletzung begangen hat.

Verfahren abgeschlossen

Das Verfahren ist daher vorerst abgeschlossen, ohne dass ein konkreter Täter ermittelt wurde. Ganz erfolglos waren die Ermittlungen der Polizei laut Tänzer gleichwohl nicht.

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Die Beamten hätten andere Straftaten aufgeklärt, die aus der Gruppe junger Männer zwischen 17 und 21 Jahren heraus begangen wurden. In einem Fall sei auch ein Jugendarrest verhängt worden.

Die aus Tschetschenien stammenden jungen Männer, die bei ihren großen Familien in einem Brandenburger Flüchtlingsheim wohnen, wissen, dass die Polizei sie sehr genau beobachtet. „Wir haben sie dadurch von der Straße genommen, sie wissen, dass wir sie kennen“, sagt Inspektionschef Tänzer.

Gespräch mit den Familien

In Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde habe die Polizei auch Gespräche mit den tschetschenischen Familien geführt. Aus Polizeisicht sind diese Gespräche erfolgreich gelaufen. Gleichwohl geht Tänzer keineswegs so weit anzunehmen, dass die jungen Männer künftig keine Straftaten mehr begehen.

Das Opfer des Überfalls am Hauptbahnhof hatte so starke Verletzungen erlitten, dass er am Kopf operiert und viele Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Noch heute leidet er an den Folgen.

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Von Jürgen Lauterbach

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