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Brandenburg an der Havel

Johanniter holen kranke ukrainische Kinder nach Deutschland

Die Johanniter koordinierten das Verlegen kranker Kinder und ihrer Familien aus der Ukraine nach Deutschland.

Die Johanniter koordinierten das Verlegen kranker Kinder und ihrer Familien aus der Ukraine nach Deutschland.

Brandenburg/H.Die Charité Berlin hat die Johanniter-Unfall-Hilfe um Transportunterstützung gebeten. 40 ukrainische Kinder und deren Familien wurden aus der polnischen Stadt Malogoszcz nördlich von Krakau zur Weiterbehandlung nach Deutschland gebracht.

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Mit dem Reisebus nach Krakau

In den frühen Morgenstunden der vergangenen Tage starteten Johanniter des Regionalverbandes Brandenburg-Nordwest und Nachbarverbänden mit einem Reisebus plus Begleitfahrzeug in Richtung Krakau. Mit an Bord des Begleitfahrzeuges waren zwei Johanniter, die den Infektionsschutztransport übernahmen. Das heißt, dass sie mehrere Stunden unter Vollschutz, die positiv auf das Coronavirus getesteten Familien transportieren.

Kinder sind schwerkrank

Komplettiert wird das Johanniter-Team von medizinischen Fachkräften und Dolmetschern. Die Helfenden wissen meist nicht, was genau sie im 700 Kilometer entfernten Malogoszcz erwartet. Bekannt ist, dass schwerkranke ukrainische Kinder im Alter von 1-16 Jahren mit ihren Familien auf die Weiterfahrt nach Deutschland warten, wo die dringend notwendige Behandlung fortgesetzt werden kann.

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Die Johanniter koordinierten das Verlegen kranker Kinder und ihrer Familien aus der Ukraine nach Deutschland.

Die Johanniter koordinierten das Verlegen kranker Kinder und ihrer Familien aus der Ukraine nach Deutschland.

Die Kapazitäten hierfür sind in Polen aufgrund der Flüchtlingswelle aus der Ukraine erschöpft. Um die Belastung der langen Reise insbesondere für die schwerkranken Kinder so gering wie möglich zu halten, werden alle Familien zunächst in die Notunterkunft für Geflüchtete in der Messe Cottbus gebracht.

Verteilen auf die Kliniken

„Nach einem kurzen Zwischenstopp wurden die Kinder mit ihren Familien von hier aus in kleineren Fahrzeugen zur Weiterbehandlung in verschiedene Kliniken gebracht. Dabei arbeiten wir mit Johanniter-Fahrdiensten aus ganz Deutschland zusammen“, erläutert Steffen Kirchner, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Brandenburg-Nordwest.

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Bereits seit Samstag, 5. März, fahren die Johanniter in Abstimmung mit der Charité Berlin nach Malogoszcz. Dort gilt es, die Kinder und Angehörigen zu erfassen, Schnelltests durchzuführen und sich mit dem ärztlichen Personal vor Ort zu verständigen, falls spezielle Anforderungen zu berücksichtigen gibt. Die positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen fahren im Begleitfahrzeug mit, um das Risiko für die anderen Reisenden zu minimieren.

Anstrengende Fahrten

Jonas Preuße, 20 Jahre, ist bereits zwei Mal nach Malogoszsc gefahren und berichtet: „Die gesamte Situation ist sehr bewegend für uns alle. Dass die Kinder und ihre Angehörigen unter diesen Umständen aus der Ukraine flüchten mussten macht uns traurig. Es ist anstrengend, aber gibt einem sehr viel zurück, da wir wissen, dass sie in den Kliniken hier gut versorgt werden!“

Fahrzeit so kurz wie möglich

Steffen Kirchner und sein Team koordinieren die Evakuierungsfahrten und stehen dabei im Austausch mit Johanniter-Fahrdiensten aus der gesamten Republik. Innerhalb weniger Stunden zwischen Ankunft und Abfahrt in Malogoszcz gilt es die Fahrtrouten zu den onkologischen Zielkliniken zu erstellen. Die Fahrtzeit wird dabei auf das geringste Maß reduziert, um den Menschen noch mehr Strapazen zu ersparen. „Wir werden diese Arbeit so lange fortführen wie es notwendig ist. Gerade kranke Kinder mit ihren Müttern, die sich nicht selbst helfen können, müssen bei den Rettungsmaßnahmen besonders geschützt werden. Ich danke unseren Kolleginnen und Kollegen, die sich in Ihrer Freizeit für diesen Einsatz gemeldet haben. Es ist nicht selbstverständlich und die kommenden Wochen werden allen viel Kraft abverlangen.“

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Von MAZ

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