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Brandenburg an der Havel

Karnevalsauftakt am 11.11. in Brandenburg: Jecken ziehen fröhlich durch die Stadt

Die Brandenburger Jecken in Aktion.

Die Brandenburger Jecken in Aktion.

Brandenburg/H.Die Lust auf Party ist wieder da, doch dieses Mal ist am 11.11. alles anders – Corona macht das Feiern schwierig. Trotzdem lassen sich die Brandenburger Karnevalisten von BKC und KCH die Laune nicht verderben – auch nicht vom Schmuddelwetter.

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Spaß am Leben

Im Regen und Nebel starten hunderte Brandenburger vom Narrenhaus des BKC am Wiesenweg und ziehen in die Brandenburger Innenstadt, mit Freude und Sorgen. "Karneval zeigt für mich den Spaß am Leben. Wir alle brauchen das, gerade in der jetzigen Zeit ist es ein Lichtblick, der etwas Unbeschwertheit und Normalität zurückbringt. Es scheint ein kleines bisschen so zu sein, wie es vor Corona war", sagt Katri Pichelbauer vom KCH.

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Kuriose Regeln

Der Umzug startet mit einem Regel-Wirwarr, unter anderem dürfen die Vereinsmitglieder Süßigkeiten werfen, aber nicht überreichen. Auf dem Wagen gilt 2G, ansonsten 3G, ein Halt des Partyvolks ist nicht gestattet, weil sonst eine noch größere Menschenmenge entstehen könnte.

BKC-Präsident Mario Heitz war vor dem Umzug erst nervös, dann aber glücklich. „Ich habe jeden Tag gehofft, dass dieses Event stattfindet und in meinen Mails geschaut, ob wir Post vom Gesundheits- oder Ordnungsamt haben. Als das nicht so war, fiel mir ein Stein vom Herzen“, sagt er der MAZ.

Oberbürgermeister verteidigt Umzug

Oberbürgermeister Steffen Scheller verteidigt den Umzug am 11.11. "Die Verordnungslage des Landes lässt den Umzug mit Hygienekonzepten zu. Beide Vereine haben eine Lösung gefunden, sie fanden es wichtig, sich in der Stadt zu zeigen und das empfinde ich auch so. Für mich ist es auch ein schöner Termin, denn ich gebe ja heute die Macht für Monate ab", sagt Scheller und lacht.

Auf der Jahrtausendbrücke hält ihn Frank Schlag von der BKC-Ehrengarde an. Der Oberbürgermeister kauft sich mit Schnaps und Schokoladentalern frei, um von der Neustadt in die Altstadt zu dürfen. Zusätzlich spenden die Chefs von BKC und KCH, Hans-Günter Koch und Mario Heitz den Brückenzoll, jeweils 111 Euro an Frederik Folkens von der Wohn- und Gartengruppe bei Fliedners.

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Hoffnung und Kritik

Die Zuschauer halten Abstand, und warten vor den Umzugswagen, bis es Schokoriegel, Bonbons und Gummibären regnet. Matthias Pichelbauer ist Vizepräsident beim KCH und erleichtert, als der Umzug startet. "Wenn wir ein zweites Mal erleben, dass die Saison ausfällt, dann wäre das eine Katastrophe für alle Mitglieder. Ich hoffe, dass mit 2G im Laufe der Saison noch etwas möglich ist", sagt er der MAZ.

Kritik am Umzug kommt von Beobachtern wie Marcel Dudek. Er kommentiert auf der Facebook-Seite der MAZ: "Nichts gegen Karneval. Aber hätten die Festlichkeiten nicht auch abgesagt werden können. Unser Inzidenzwert ist schon mehr als hoch", schreibt er.

Lisa Klepzig vom BKC genießt beim Event jeden Moment. Am Nicolaiplatz tanzt sie spontan mit ihrem Freund Bruno Spahn und die Kinder der Blauen Garde jubeln dem paar zu. Dann sieht sie sich um und hat eine Vorahnung. „Ich glaube, dass dieses Event in der Größenordnung das vorerst letzte in dieser Stadt sein wird“, sagt sie.

Von André Großmann

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