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Brandenburg an der Havel

Krieg gegen die Ukraine: Brandenburg an der Havel hilft Menschen in Odessa in ihrer Not

Den Menschen in Odessa fehlt es inzwischen an fast allem. Brandenburger lindern mit ihren Spenden die Not in diesen Kriegstagen. Der große Hilfstransport für die Ukraine wird im Klinikum vorbereitet.

Den Menschen in Odessa fehlt es inzwischen an fast allem. Brandenburger lindern mit ihren Spenden die Not in diesen Kriegstagen. Der große Hilfstransport für die Ukraine wird im Klinikum vorbereitet.

Brandenburg/H.Das Städtische Klinikum Brandenburg an der Havel ist noch nicht ganz am Ziel. Aber nach nur zwei Tagen schon extrem weit gekommen mit der Spendenaktion für die Menschen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa. 110.000 Euro sind in ganz wenigen Tagen zusammengekommen, stündlich wird es mehr.

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„In Odessa ist die Not inzwischen so groß, dass wir schon um Wasser gebeten werden“, berichtet Klinikum-Geschäftsführerin Gabriele Wolter, die mit unzähligen Unterstützern den Hilfstransport für Odessa in die Wege geleitet hat.

In einigen Tagen werden sich zwei mit medizinischen Hilfsgütern und Lebensmitteln gefüllte Transporter auf den langen Weg in die Ukraine machen.

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Der Brandenburger Logistikunternehmer Christoph Zureck leistet vielfältige Hilfe, organisiert Spenden und stellt vor allem die Lastwagen und die kundigen Fahrer bereit, die sich dem von Putins Truppen angegriffenen Land über Rumänien nähern werden.

Johannes Rauhut (Bildmitte) wird einen der Transporter fahren.

Johannes Rauhut (Bildmitte) wird einen der Transporter fahren.

„Noch habe ich keine Angst“, sagt Johannes Rauhut, der mit dem Ziel Odessa am Steuer eines Fahrzeuges sitzen wird. Die vermutlich schwierigste Fahrt seines Lebens.

Die Idee der direkten Hilfe für die Ukraine ist am Sonntagabend geboren. Klinikum-Chefin Gabriele Wolter hat mit ihrem Sohn Marcus Wolter telefoniert, einem international vernetzten Rechtsanwalt.

Klinikum-Chefin Gabriele Wolter, Logistikunternehmer Christoph Zureck und die frühere Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann gehören zu den maßgeblichen Initiatoren des Spendentransports für die Menschen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa.

Klinikum-Chefin Gabriele Wolter, Logistikunternehmer Christoph Zureck und die frühere Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann gehören zu den maßgeblichen Initiatoren des Spendentransports für die Menschen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa.

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Marcus Wolter hatte der Hilferuf des Regional-Gouverneurs und des Bürgermeisters von Odessa erreicht, der in den vergangenen beiden Tagen an Dringlichkeit noch zugenommen hat. „Wir haben nichts mehr zu essen“, heißt es in dem Brief aus der Stadt an der Schwarzmeerküste. „Und bitte Wasser!“

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Mit dem bisher gesammelten Geld sind die großen Mengen an Medikamenten und medizinischen Versorgungsartikeln schon fast bezahlt. Hinzu kommen sollen jetzt Lebensmittel, von simplem Wasser bis zur Babywindel. Das kleine Einmaleins der Notfallmedizin ist mit an Bord der beiden 40-Tonnen-Transporter.

Denn alles ist nach den vergangenen Kriegstagen knapp in der Millionenstadt Odessa, die noch nicht so im Fokus der Aufmerksamkeit steht, die Putins Krieg gegen die Ukraine aber nicht minder getroffen hat.

Viele Beschäftigte des Brandenburger Klinikums, seiner Apotheke und von Unternehmen helfen dabei, den Hilfstransport des Klinikums für Odessa auf den Weg zu bringen.

Viele Beschäftigte des Brandenburger Klinikums, seiner Apotheke und von Unternehmen helfen dabei, den Hilfstransport des Klinikums für Odessa auf den Weg zu bringen.

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Die Lebensmittel-Logistik der Spendenaktion hat die ehemalige Oberbürgermeisterin und Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann übernommen, die für ihre zupackende Art bekannt ist und über sehr gute Kontakte in der Stadt und darüber hinaus verfügt.

Dietlind Tiemann organisiert Lebensmittel

Tiemann hat sofort zum Hörer gegriffen und fast so schnell 20.000 Euro an Spenden zusammen gehabt. Mit allen Rewe-Märkten in der Stadt ist organisiert, dass rechtzeitig zur Abfahrt je ein folienverpackter Rollcontainer bereitsteht mit allem, was ein Mensch zum Leben braucht, vor allem Wasser und H-Milch. Die Metro gibt uns Rabatte auf alle Lebensmittel“, erklärt Dietlind Tiemann.

Gabriele Wolter freut sich einerseits über die großen Spenden. Zwei 10.000-Euro-Gaben sind dabei und mehrere 5000-Euro-Zuwendungen. Andererseits sind ihr kleinere Beträge von 10 oder 20 Euro ebenso lieb und wichtig. „Das macht am Ende viel aus“, sagt die Krankenhausmanagerin, die angesichts der großen Not schon an einen zweiten Transport denkt.

Hier können Sie spenden

Die Spendensammlung läuft also weiter. Wer etwas für die Menschen in der Ukraine geben möchte, kann dieses Konto nutzen: Empfänger: Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH; IBAN: DE47 3606 0295 1006 0370 18, Bank: Bank im Bistum Essen. Der Verwendungszweck lautet „Schnelle medizinische Hilfe für die Ukraine“.

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Von Jürgen Lauterbach

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