Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Brandenburg an der Havel

MAZ-Sterntaler-Familie aus Brandenburg an der Havel meistert ein Jahr voller Krankheiten

Julia und Steffan Koch ziehen sechs Kinder groß, nicht im Luxus, aber dafür mit Herz und Verstand. Nico (5), Sam (2), Ben (4) Elena (6) Lea (3) und Lion (1) sind ganz schön munter.

Julia und Steffan Koch ziehen sechs Kinder groß, nicht im Luxus, aber dafür mit Herz und Verstand. Nico (5), Sam (2), Ben (4) Elena (6) Lea (3) und Lion (1) sind ganz schön munter.

Brandenburg.Was für eine Überraschung und wie angenehm. Sechs kleine Kinder in einem Raum, keines hat ein Smartphone oder elektronisches Spielzeug in der Hand, niemand starrt auf einen Bildschirm. Einen Fernseher gibt es nicht in dem spartanisch eingerichteten Raum, in dem die Familie Koch aus Brandenburg an der Havel zusammentrifft.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Es kommt noch besser. „Unsere Kinder malen und basteln gern“, verrät Julia Koch (30), die mit ihrem Ehemann Steffan (32) sechs kleine Kinder großzieht und dafür ihren erlernten Beruf als Pferdewirtin zumindest vorerst aufgegeben hat.

Hinter der großen Sterntaler-Familie liegt ein anstrengendes Jahr mit vielen Krankheiten. "Zusammengerechnet haben wir bestimmt zwei Monate in der Kinderklinik verbracht", erzählt Julia Koch.

Zeitweise hat sie mit vier Kindern in einem Stationszimmer gelegen, obwohl nur eines oder zwei krank waren. Das Team um Chefarzt Hans Kössel hat die gemeinsame Unterbringung möglich gemacht und die Gesamtsituation damit entspannt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit vier Kindern im Krankenhaus

So sah das Stationszimmer in der Brandenburger Kinderklinik aus, als Julia Koch mit vier kleinen Leuten dort untergebracht war.

So sah das Stationszimmer in der Brandenburger Kinderklinik aus, als Julia Koch mit vier kleinen Leuten dort untergebracht war.

Es ging aber auch kaum anders. Denn Steffan Koch geht arbeiten, kümmert sich parallel um die beiden größten Kinder, wenn die Mutter mit den Kleinen wieder einmal ins Krankenhaus muss. Dabei waren Elena (6) und Nico (5), die beide Großen, da auch nicht ganz gesund.

Ben (4), Lea (3), Sam (2), Lion (1) haben Mama ins Krankenhaus begleitet. Lea und Lion, der ganz Kleine, waren krank, ihr Zustand machte Julia und Steffan Koch große Sorgen.

Von Fieberkrämpfen geschüttelt

Mal galt es, im Krankenhaus eine Bronchitis auszukurieren, mal war Lion von Fieberkrämpfen geschüttelt. Denn der Junge war mit Borreliose infiziert, wie sich bei der Untersuchung im städtischen Universitätsklinikum herausstellte. Auch das RS-Virus, das so vielen Brandenburger Kindern in diesem Herbst zu schaffen macht, ist an Familie Koch nicht spurlos vorbeigegangen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit der alljährlichen Sterntaleraktion zur Adventszeit unterstützt die MAZ Familien wie die Kochs in Brandenburg an der Havel. Besser gesagt: Es sind Sie, also die Leserinnen und Leser, die mit ihren Spenden dazu beitragen, dass diese und andere Sterntaler-Familien nach schwierigen Zeiten ein besonderes Weihnachtsfest erleben können.

So kommt Ihre Sterntaler-Spende an

Die MAZ sammelt mit der großzügigen Unterstützung von Leserinnen und Lesern Sterntaler-Spendengeld, um damit Wünsche zu erfüllen, manchmal auch um ein bisschen Licht ins plötzliche Dunkel zu bringen.

Spenden für die MAZ-Sterntaler können Sie auf das folgende Konto des DRK-Kreisverbandes Brandenburg an der Havel. Es wird geführt bei der Brandenburger Bank unter der IBAN- Nummer: DE 77 1606 2073 0100 0707 00.

Bitte geben sie als Spendenzweck „MAZ-Sterntaler“ an und nennen Sie Namen und Adresse, sodass das DRK, das die Weihnachtsaktion schon seit vielen Jahren tatkräftig unterstützt, Ihnen eine Spendenquittung ausstellen kann.

Bis zu einem Betrag von 300 Euro benötigen Sie keine Spendenquittung. Dem Finanzamt reicht dafür in der Steuererklärung Ihr entsprechender Kontoauszug.

Im Überfluss leben die Kochs in ihrer Wohnung in der Neustadt ganz und gar nicht. Ein Sofa und ein Schrank, die irgendwann einmal bessere Tage erlebt haben müssen, sind dafür stumme Zeugen.

Ja, der Kleiderschrank ist wohl kaputt, aber für die Eltern hat das nicht die größte Bedeutung. Hauptsache die Betten für die Kinder sind in Ordnung. Darauf achten sie an erster Stelle.

Nicht so gut ist es um die Spülmaschine bestellt, einem nicht ganz unwichtigen Gerät in diesem Haushalt mit so vielen Kindern. Vielleicht hält die alte Maschine noch ein paar Wochen durch . . . Oder die Sterntaler der MAZ-Leserinnen und Leser lösen das Problem.

Die Kochs sind überhaupt nicht anspruchsvoll und trotzdem unternehmungslustig. Ein Auto brauchen sie dafür nicht. Auch ohne eigenen fahrbaren Untersatz scheuen sie auch etwas größere Ausflüge nicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Spaß an Unternehmungen

Mit den Bahnen und Bussen des öffentlichen Nahverkehrs lässt sich fast überall hinkommen. Auch dann, wenn man zu acht mit vielen kleinen Kindern im Schlepptau unterwegs ist, versichert Julia Koch, die als Pferdefan gern mal wieder eine Reitstunde nehmen würde. Doch das ist ihr im Moment zu teuer.

Die erfüllbaren Wünsche der Kinder stehen oben an. Elena (6) schwärmt von Schleich-Tieren und Playmobil. Für Nico (5) wäre ein ferngesteuerter Rennwagen das Größte. Mal zur Abwechslung ein neues Kleidungsstück wäre auch schick, selbst wenn Brandenburgs Flohmärkte so manches schöne Schnäppchen bieten.

Treffpunkt auf dem Sofa. Familie Koch lebt in der Brandenburger Innenstadt.

Treffpunkt auf dem Sofa. Familie Koch lebt in der Brandenburger Innenstadt.

Julia Koch stammt aus Potsdam, ist aber in Schenkenberg ausgewachsen. Ihr Mann ist waschechter Brandenburger. Gemeinsam schlagen sie sich wacker durchs Leben, tun alles für ihre Kinder, wie schnell klar wird.

Etwas mehr wäre drin, wenn die Mutter eines Tages wieder arbeiten gehen könnte. Im erlernten Beruf ist das schwierig. Julia Koch könnte wegen der Kinder nur in Teilzeit arbeiten. Festgelegt auf bestimmte Tätigkeiten ist sie nicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schwerer Schicksalsschlag

„Ich mache alles, was ich kriegen kann“, versichert die junge Frau, die Optimismus und Elan für drei ausstrahlt und das ist, was man landläufig mit „auf Zack sein“ bezeichnet. Dabei hat sie einen schweren Schicksalsschlag in diesem Jahr hinnehmen müssen. Ihr Vater, an dem auch die beiden großen Kinder gehangen haben, ist gestorben. Er war gerade einmal Anfang 50.

Von Jürgen Lauterbach

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.