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Facebook, Twitter, Instagram

Großer Check: So nutzen die Stadt Brandenburg, Bad Belzig und der Kreis PM Social Media

Social-Media-Apps finden sich heute auf nahezu allen Smartphones.

Social-Media-Apps finden sich heute auf nahezu allen Smartphones.

Brandenburg an der Havel. Die gute Nachricht vorab: Immerhin eine Kommune in der Region hat es verstanden, sich in der digitalen Welt vernünftig zu präsentieren. Brandenburg an der Havel ist auf allen relevanten Social-Media-Plattformen vertreten – und nutzt die eigenen Profile zum aktiven Austausch mit den Menschen. Und der Rest? Die MAZ hat sich schlau gemacht, welche Pläne die Städte und Kreise in der Region in dieser Richtung verfolgen. Für jede Verwaltung gibt es eine Punkte-Einschätzung der aktuellen Online-Präsenz.

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Brandenburg an der Havel

Vorbildlich. Die Verwaltung der Havelstadt hat die Zeichen der Zeit erkannt und ist auf den drei relevantesten Plattformen des Web 2.0 vertreten. Facebook und Twitter werden aus dem Rathaus täglich bespielt. Anfragen von Einwohnern werden ernstgenommen.

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„Der Bürgerdialog über die sozialen Medien ist uns sehr wichtig. Sofern konkrete und seriöse Anfragen eingehen, werden diese intern weitergeleitet und beantwortet“, schreibt die Pressestelle. Bespielt werden die städtischen Accounts vor allem von einer Mitarbeiterin der Pressestelle, die auch intern als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. „Die Arbeitslast der Pflege der Kanäle ist aber auf mehrere Personen verteilt“, heißt es.

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Auf Instagram ist die Stadt seit März 2019– die Seite wird bisher aber eher stiefmütterlich behandelt.Eingerichtet wurde auch ein Zweit-Account, der jungen Menschen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadtverwaltung näher bringen soll. Auf der Website der Stadt sind alle Profile ordentlich verlinkt, sogar eine Netiquette (Verhaltensregeln im Netz) ist nachzulesen.Wertung: 9/10

Brandenburg an der Havel in den Sozialen Netzwerken

In der Region ist nur die Stadt Brandenburg auf den gängigsten Social-Media-Plattformen vertreten. Die MAZ hat sich durch Twitter, Facebook und Instagram geklickt und sich die aktuellen Zahlen angesehen. Wie viele Menschen folgen den Seiten der Havelstadt, zu denen neben den Hauptaccounts auch die Feuerwehr, der Krugpark, das Stadtmuseum und eine Ausbildungsseite zählen (Stand: 10. Januar 2020)?

Facebook@stadtbrandenburg: 3352 Freunde@stadtmuseumBRB: 108 Freunde@feuerwehrbrandenburg.de: 1507 Freunde@krugparkbrb: 532 Freunde

Twitter@Stadt_BRB: 751 Follower@Fw_BRB: 510 Follower

Instagram@Stadt_BRB: 1360 Abonnenten@stadtmuseum_brb: 410 Abonnenten@feuerwehr_brandenburg: 826 Abonnenten@stadt_brb_ausbildung: 122 Abonnenten

Landkreis Potsdam-Mittelmark

Mehr als 200.000 Einwohner hat der Kreis, Social Media betreibt die Verwaltung nicht. „Bei der Abwägung der Interessen und der dafür notwendigen Ressourcen hat sich der Landkreis bisher nicht für die dauernde Nutzung dieser Kanäle entschieden“, schreibt die Pressestelle.

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Vereinzelt habe es aber Experimente mit YouTube und Blogs gegeben. Den Dialog mit den Menschen will der Kreis weiter auf althergebrachtem Weg führen: "Für die angemessene Bürgerbeteiligung sind die angebotenen – direkten – Wege als hinreichend betrachtet worden." Wie das wohl die Generation U30 findet?Wertung: 2/10

Stadt Bad Belzig

Bad Belzig ist ein Mysterium. Hier haben

die Digital-Arbeiter vom Coconat eine Heimat gefunden

, die Stadt hat eine eigene App auf den Markt geworfen und

der Bürgermeister höchstpersönlich moderiert seit kurzem seinen eigenen Podcast

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. Andererseits

lehnt eben dieser als Chef einer „Smart City“ die sozialen Medien kategorisch ab

. So richtig schlau wird man nicht daraus, wohin Bad Belzig digital will.

Roland Leisegang (l.) ist nach eigener Aussage ein erklärter Gegner von Social Media. Wie man ein Smartphone hält, weiß Bad Belzigs Bürgermeister aber. Außerdem hat er vor wenigen Wochen einen Podcast ins Leben gerufen – moderiert von ihm selbst.

Roland Leisegang (l.) ist nach eigener Aussage ein erklärter Gegner von Social Media. Wie man ein Smartphone hält, weiß Bad Belzigs Bürgermeister aber. Außerdem hat er vor wenigen Wochen einen Podcast ins Leben gerufen – moderiert von ihm selbst.

Eigene Social-Media-Profile betreibt die Stadt – die Steintherme als Tochterunternehmen ausgeklammert – nicht, fachliche Expertise in der Verwaltung sucht man vergebens. Eine Anfrage der MAZ zum Thema blieb unbeantwortet.Wertung: 3/10

Landkreis Havelland

Das Havelland mit seinen vielen Gewässern und der idyllischen Ruhe hat eine Menge zu bieten. Nur: Wer dieses schöne Fleckchen Erde nicht kennt, wird darüber über offizielle Kanäle wenig im Netz erfahren. Weder betreibt der Kreis eigene Social-Media-Accounts, noch Zielgruppen gerechtes Jobmarketing und hat auch keinen Fachmann für diese Themen angestellt. Es wird auf Unternehmen verwiesen, an denen der Kreis Anteile hält und die in den Sozialen Netzwerken unterwegs sind.

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Aus dem Landratsamt heißt es zwar: „Wenn es um die direkte Kommunikation und Information von und mit den Bürgern geht, sind Soziale Medien auch für die Kreisverwaltung ein spannendes Thema.“ Was das heißen soll, bleibt aber unklar.

Ein bisschen Bewegung in die Thematik kommt aktuell immerhin durch einen Antrag der FDP im Kreistag, die neben der Einstellung eines Social-Media-Experten in der Verwaltung auch die Liveübertragung von Kreistagssitzungen im Internet fordert.Wertung: 1/10

Stadt Falkensee

Boomregion, Speckgürtel, ein nicht enden wollender Strom junger Zuzüglerfamilien – berichtenswerte Themen liegen in Falkensee auf der Straße. Die Verwaltung hat das nicht erkannt. Weder ist die Stadt auf irgendeinem Sozialen Netzwerk aktiv, noch sind derzeit Pläne in diese Richtung bekannt. Dabei schlummert hier so viel Potenzial, schade. Eine Anfrage der MAZ zum Thema blieb unbeantwortet.Wertung: 0/10

Stadt Rathenow

Setzen, 6. Die Stadt der Optik ist nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Kurz und knapp heißt es aus dem Rathaus: "Aktuell sind keine Sozial-Media-Aktivitäten (sic!) durch die Stadt Rathenow geplant." Immerhin: Die vorsteinzeitliche Website soll zeitnah aufgehübscht werden.Wertung: 0/10

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Hinweis der Redaktion: Dieser Text erschien erstmals im Januar 2020.

Von Philip Rißling

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