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Brandenburg an der Havel

Trauer um den Mann von der Haltestelle: „Angelo war eine Frohnatur“

Der verstorbene Angelo war ein Plauer Original.

Der verstorbene Angelo war ein Plauer Original.

Brandenburg/H. Der Dauergast von der Haltestelle am Görneweg ist nach schwerer Krankheit verstorben. Brandenburger legen Kerzen und Rosen nieder. Sie hinterlassen Nachrichten für den Mann, der Autofahrern voller Freude zuwinkte. Ortsvorsteher Udo Geiseler bedankt sich bei Angelo, weil er den Menschen auf ihren Wegen Lebensfreude spendete.

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„Angelo war eine Frohnatur und hatte immer ein Lächeln im Gesicht. Während andere nach der Arbeit nach Hause gingen, saß Angelo seit Jahren für mehrere Stunden pro Tag an seiner Haltestelle. In dieser Zeit ist er ein Plauer Original geworden. Die Anteilnahme für diesen einfachen, sympathischen Menschen ist beeindruckend. Ich freue mich über die liebevollen Reaktionen“, sagt Geiseler.

Anwohner lernten Angelo als humorvollen, herzlichen Mann kennen

Wenige Stunden nach Angelos Tod war die Haltestelle voller Blumen. „Für immer geliebt, niemals vergessen, auf ewig vermisst“ steht auf einem Zettel von Gästen der Tagespflege Plaue. Auch Besucherin Anke und ihre sogenannte Sauna-Gang lassen einen Gruß da. „Unvergessen deine Possen. Wir haben deine Gesellschaft, deinen Humor, deine Herzlichkeit sehr geschätzt. Der Samstag wird nie wieder das, was er war“ schreiben sie.

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Die Haltestelle am Plauer Görneweg ist ein Ort des Gedenkens an den verstorbenen Dauergast Angelo.

Die Haltestelle am Plauer Görneweg ist ein Ort des Gedenkens an den verstorbenen Dauergast Angelo.

Am Samstag fuhr der Plauer häufig mit dem Bus zum Brandenburger Marienbad, ging in die Sauna, genoss ein Hefeweizen und kehrte anschließend an die Haltestelle am Görneweg zurück. Angelo war Mitte 50, wohnte unmittelbar in der Nähe der Haltestelle und half anderen, wo er konnte.

Am benachbarten Rewe-Markt blieb er oft länger und passte auf, bis die Mitarbeiterinnen Feierabend hatten. Udo Geiseler hofft, dass die Blumen und Kerzen noch lange an Angelo erinnern. „Vielleicht kann man eines Tages die Haltestelle nach Angelo benennen“, sagt er.

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