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Brandenburg an der Havel

Renafan-Pflegeheim erhält wieder gute Noten

Nadine Fräsdorf, Pflegedienstleiterin im Renafan-Pflegeheim in der Neuendorfer Straße, reicht einer Bewohnerin Essen und Trinken.

Nadine Fräsdorf, Pflegedienstleiterin im Renafan-Pflegeheim in der Neuendorfer Straße, reicht einer Bewohnerin Essen und Trinken.

Brandenburg/H.Das Pflegeheim des Unternehmens Renafan in der Neuendorfer Straße hat seine Krise aus den Jahren 2015 und 2016 offenbar überwunden. Nach der harschen Kritik der Heimaufsicht an der Pflege ist inzwischen vieles gut und besser geworden. Die Heimaufsicht hält enge Kontrollen für nicht mehr nötig. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen vergibt die Note sehr gut (1,0).

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„Schwere Mängel im Renafan-Heim“, hatte die MAZ im September 2015 getitelt. „Die Zustände in dem Heim sind sehr, sehr bedenklich bezogen auf die Qualität der Pflege und Betreuung der Bewohner“, berichtete seinerzeit das für die Aufsicht zuständige Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV).

Auch nach einem Leitungswechsel änderte sich zunächst wenig. Etliche frustrierte Mitarbeiterinnen verließen die Einrichtung.

Der Umschwung und das erfolgreiche Umsteuern gelang, so wie es sich derzeit darstellt, als das Berliner Pflegeunternehmen Renafan im Oktober 2016 Gabriele von Gagern (62) an die Spitze des Service-Wohnen-Heims auf dem Gelände der einstigen Kammgarnspinnerei zurückholte.

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Petra Schmoger, Sprecherin der Aufsichtsbehörde fasst zusammen: „Nach hiesiger Einschätzung ist es gelungen, die personelle Situation insgesamt zu verbessern. Dies betrifft vorrangig die personelle Besetzung der jeweiligen Dienste. Zudem ist es dem Ende 2016 neu formierten Führungsteam der Einrichtung gelungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, an die Einrichtung zu binden und funktionierende Teams zu etablieren.“

Im vergangenen Jahr kontrollierte die Heimaufsicht die Brandenburger Einrichtung noch „engmaschig“. Das zugehörten zwei umfassende Prüfungen am 30. März und 12. Oktober. Zudem fanden drei Beratungstermine mit dem Führungsteam der Einrichtung vor Ort und eine in den Räumen der „Aufsicht für unterstützende Wohnformen“ (AuW) statt.

Zudem gab es nach Auskunft der Behördensprecherin regelmäßigen Telefonkontakt und Schriftverkehr zur Auswertung der monatlich zugesandten Dienstpläne und der Zusammenfassungen von vergangenen und künftigen Maßnahmen. Renafan-Sprecherin Christina Brandt freut sich natürlich über die positive Entwicklung des in die Schlagzeilen geratenen Heims. „Die Auflagen wurden erfolgreich abgearbeitet, die Pflegequalität ist sehr gut“, schreibt sie in der jüngsten Ausgabe der Renafan-Kundenzeitschrift. Die Senioreneinrichtung Havelstadt werde nun „von der Leine gelassen“.

Tatsächlich ist die Zeit enger Kontrolle zumindest vorerst überwunden. „Aufgrund der positiven Entwicklung ist es seitens der Heimaufsicht nicht mehr erforderlich, sich in kurzen Zeitabständen über den Stand der Entwicklungen informieren zu lassen und mehrere Prüfungen im Jahr durchzuführen“, teilt Petra Schmoger auf MAZ-Anfrage hin fest. Die Brandenburger Einrichtung werde deshalb wie andere Heime künftig regelhaft einmal jährlich geprüft. Bei neuen Hinweisen auf Mängel muss Renafan natürlich weiterhin mit anlassbedingten Prüfungen rechnen.

Christina Brandt weist darauf hin, dass der Medizinische Dienst (MDK) das Haus im Dezember geprüft und eine sehr positive Entwicklung bestätigt habe. Das trifft zu, der deutschlandweite Pflegelotse der Ersatzkassen bescheinigt dem Heim in der Neuendorfer Straße nach der Prüfung am 5. Dezember 2017 sehr gute Arbeit.

Von Jürgen Lauterbach

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