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Flughafen Berlin Brandenburg

Fluglärm und Schallschutz am BER: Bei diesen Stellen können Sie sich informieren und beschweren

Eine Easyjet-Maschine startet am BER.

Eine Easyjet-Maschine startet am BER.

Schönefeld. Fluglärm ist ein Dauerthema in der Region rund um den Hauptstadtflughafen BER. Einher geht es oft auch mit dem Thema Schallschutz. Das ist spätestens seit dem Easyjet-Eklat im August 2021 klar, als die Airline sich weigerte die Hoffmann-Kurve zu fliegen und so viele Haushalte ohne Schallschutz unter den dröhnenden Fliegern über ihren Köpfen litten.

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Doch was tun, wenn es plötzlich lauter ist als sonst? Wenn ein Flugzeug über Dächer fliegt, über die es eigentlich nicht fliegen sollte? Die Menschen in der Region haben gleich mehrere Möglichkeiten, sich zu beschweren oder weitere Informationen einzuholen. Ansprechpartner sind sowohl die Flughafengesellschaft (FBB) selbst, als auch der Fluglärmschutzbeauftragte Berlin-Brandenburg und die Deutsche Flugsicherung (DFS). Bei der Wahl des Ansprechpartners gilt es aber auch einiges zu beachten. Wir erklären die Unterschiede und die genauen Zuständigkeiten:

Schallschutztelefon und das FLIBS-Beschwerdesystem der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg

Die ehemalige Henschel-Villa in Schönefeld. Hier ist der Sitz der Schallschutzabteilung der Flughafengesellschaft.

Die ehemalige Henschel-Villa in Schönefeld. Hier ist der Sitz der Schallschutzabteilung der Flughafengesellschaft.

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An den Flughafen kann man mit Beschwerden zum aktuellen Flugbetrieb herantreten. Dazu gibt es das Fluglärminformations- und Beschwerdesystem – kurz FLIBS. Dafür ist im Moment noch eine Registrierung notwendig.

Für Beschwerden im Bereich des Schallschutzes ist der Flughafen der erste Ansprechpartner. Dafür gibt es ein eigenes Schallschutztelefon. Erreichbar ist es unter 030/6091 73500 zwischen Montag bis Donnerstag von 8.30 und 16.30 Uhr. Beschwerden können zudem über das Kontaktformular auf der Homepage der FBB eingereicht werden. Wichtig ist, sofern vorhanden, das Aktenzeichen des Schallschutzverfahrens zur Hand zu haben.

Der Fluglärmschutzbeauftragte Berlin Brandenburg

Patrick Strogies ist der wichtigste Ansprechpartner für alle, die sich über zu laute Flieger, Nachtflüge und Co. beschweren möchten oder Fragen rund um das Thema Fluglärm haben. Der Grund: Jede Beschwerde, die in seinem Büro eingeht, fließt auch in die Beschwerdestatistik ein, die der Fluglärmkommission vorgelegt wird. Beschwerden, die bei der FBB oder der DFS eingereicht werden, sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Der Grund: Datenschutz.

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„Grundsätzlich kann jeder Bürger frei entscheiden, an wen er sich wenden möchte. Die DFS prüft die Richtigkeit der Flugbewegung ebenso, wie der Flughafen oder ich als Fluglärmschutzbeauftragter“, erklärt Patrick Strogies. Sein Büro sei aber eine wichtige Anlaufstelle für Bürger, da es neutral und frei von wirtschaftlichen Interessen agiere. „Denn in den meisten Fällen sind es nicht nur die Abweichungen oder gar Verstöße gegen luftrechtliche Bestimmungen, die das Ziel der Anfrage sind. Oft sind die Dinge zulässig, aber trotzdem nicht schön oder optimal für die Anwohner“, so Strogies. Ein Beispiel sei etwa die Nutzung nur der halben Startbahn.

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Im BER-Dialogforum am Flughafen Schönefeld befinden sich die Büros des Fluglärmschutzbeauftragten und der Schallschutzberatung der Landkreise.

Im BER-Dialogforum am Flughafen Schönefeld befinden sich die Büros des Fluglärmschutzbeauftragten und der Schallschutzberatung der Landkreise.

Erreichbar ist der Fluglärmschutzbeauftragte telefonisch unter 030/634107920, per E-Mail unter info@fluglaermschutzbeauftragter-ber.de oder das Kontaktformular auf der Internetseite www.fluglaermschutzbeauftragter-ber.de.

Beschwerdemöglichkeiten bei der Deutschen Flugsicherung

Die DFS ist dann der richtige Ansprechpartner, wenn es Fragen und Beschwerden zum Thema Flugrouten gibt – beispielsweise wenn Flieger vermeintlich zu tief fliegen oder abseits des vorgegebenen Korridors landen oder starten. Diese Anfragen werden im Rahmen des Umweltinformationsgesetzes beantwortet, erläutert DFS-Pressesprecher Stefan Jaekel. Einreichen kann man eine Beschwerde über das Kontaktformular (Stichwort Fluglärm einstellen) auf der Homepage der DFS: www.dfs.de

Rund um den BER: Diese Daten sind für eine Fluglärmbeschwerde wichtig

Um eine Beschwerde in Sachen Fluglärm zu melden, sind einige Informationen wichtig. Dabei ist es egal, ob es sich um ein sehr lautes Transportflugzeug handelt oder um eine Maschine, die zum Beispiel bedingt durch ein Unwetter eine ungewöhnliche Flugroute einschlägt.

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Wichtig sind möglichst konkrete Angaben zum Überflugsort (genauer Ortsteil eventuell auch Straße), die Uhrzeit und das Datum.  Hilfreich kann hier auch ein sogenannter Flugtracker sein – eine App, mit der Flugzeuge geortet und auch Airlines und Flugzielen zugeordnet werden können. Außerdem wichtig: Kontaktdaten, damit die Institutionen mit dem Einreicher der Beschwerde in den Dialog gehen können.

Von Nadine Pensold

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